Full text: 1956 (0084)

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vorkommt, überzieht sie in einem dichten Ge 
flecht die Nährpflanzen mit ihren blaßroten, dün 
nen Stengeln, die an vielen Stellen mit Hilfe 
ihrer warzenförmigen Erhebungen der Wirts 
pflanze die Nahrung stehlen. Die windenden 
Stengel verzweigen sich häufig und senden nach 
allen Richtungen hin Äste aus, die die Nach 
barpflanzen überfallen und sie eng um 
schlingen. Die angeführten markanten Eigen 
schaften trugen diesem Schma 
rotzer den treffenden Namen 
„Teufelszwirn“ ein. Er ist ein 
windender Würger. Gegenüber 
den anderen hat er neuartige 
technische Einrichtungen des 
Würgerbetriebes. Der Teufels 
zwirn bestiehlt die überfallenen 
Pflanzen nicht an ihrer Wurzel 
mit seiner eigenen Wurzel, son 
dern würgt an den oberirdischen 
Organen der „Wirtspflanzen“ mit 
seinen schlingenden blaßroten 
Strängen, die Därmen vergleich 
bar sind. Bezeichnend für ihn ist 
ferner, daß seine Samen viel spä 
ter als die der meisten anderen 
Pflanzen keimen. Es kommt nicht 
selten vor, daß der Teufelszwirn 
die Ernte von Hopfen- und Hanf 
feldern teilweise oder ganz ver 
nichtet. 
Keimlinge des Schmarotzers Seide (Cuscuta europaea) 
Keimblätter fehlen. Die Spitze der Pflänzchen beschreibt 
langsam kreisende Bewegungen und kommt dadurch in 
Berührung mit einer Wirtspflanze (Brennessel, Hopfen, 
Hanf, Weide, u. a.), in welche sie Haustorien entsendet 
(Nach O. Schmeil) 
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