Full text: 1955 (0083)

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Vollautomatische Umfüllstelle 
der Grube Frankenholz 
Von Maschinensteiger Urban Omlor 
1. Die Umstellung der Förderung von Franken- 
holz nach Schacht St. Barbara 
Die Förderung der Grube Frankenholz wurde 
bisher an Schacht I der Grube nach über Tage 
gehoben und von hier mit einer 3,5 km langen 
Seilbahn, der am Bahnhof Bexbach gelegenen 
Kohlenwäsche zugebracht. 
Im Zuge der Entwicklung wurde auf der alten 
Grube Bexbach der neue Schacht St. Barbara 
bis zur 10. Sohle geteuft und durch einen Quer 
schlag mit der Grube Frankenholz verbunden. 
Der Schacht St. Barbara wurde für Gestellförde 
rung mit 5000-Ltr.-Großraumwagen eingerichtet. 
Die Unterhaltung der bisherigen Seilbahn und 
der Antransport von Material vom Bahnhof 
Bexbach zur Grube Frankenholz mit Lastwagen 
war für die Grube eine außerordentliche finan 
zielle Belastung. Anfang Juni 1954 wurde die 
Gesamtförderung der Grube Frankenholz auf 
St. Barbara umgestellt. Diese Umstellung be 
dingte, daß die bisher im Betrieb befindlichen 
1000-Liter-Kleinraumwagen der Grube Franken 
holz im Verkehr der 10. Sohle ausrangiert und 
durch die 5000-Liter-Großraumwagen ersetzt 
wurden. Die Verwendung der Großraumwagen 
an den Ladestellen der 10. Sohle machte keine 
wesentliche Schwierigkeit, da die Wagen nach 
dem Beladen an den Ladestellen sofort dem 
Hauptquerschlag 10. Sohle zugebracht werden 
können. Da jedoch z. Zt. noch ein großer Teil 
der Hauptabbau-Abt. der Grube Frankenholz 
nach der 11 .Sohle fördert und diese Kohlen mittels 
des Blindschachtes II, der nur für Förderung 
mit Kleinraumwagen eingerichtet ist, zur 10. 
Sohle gehoben werden müssen, war es not 
wendig, unmittelbar in der Nähe des Schachtes II 
eine Umfüllstelie zu schaffen, um so den Inhalt 
der Kleinraumwagen in Großraumwagen um 
zufüllen. 
Vorstehend soll ein kleiner Überblick über 
die Umstellung der Förderung von Kleinraum 
wagen auf Großraumwagen gegeben sein. 
2. Wie entstand die vollautomatische Umfüll 
stelle? 
Die Umfüllstelle mit den dazugehörigen För 
dermitteln und Einrichtungen wurde zunächst 
projektiert und ausbaureif gemacht. Hier zeigte 
es sich, daß die Unterhaltung bzw. Bedienung 
dieser Einrichtung mehrere Mann Personal er 
fordere und somit die hier geförderte Kohle 
wesentlich verteuern würde. 
Die Grube Frankenholz befaßte sich daher 
mit dem Gedanken, die zu schaffende Einrich 
tung vollautomatisch zu machen, was auch ge 
lungen ist. 
Abb. I
	        

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