Full text: 1955 (0083)

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Länge und 1 m Breite. Dieser Einbruch 
wurde mittels Zeitzünder hinter einem 
Schießdamm geschossen. 
b) Um die benötigte Zeit für das Schießen des 
Einbruches zu verringern, benutzte man dann 
die Schlitzmaschine vom Typ „Korfmann", 
welche uns erlaubte, mit großer Sicherheit 
Abschläge von 2,50 bis 2,60 m zu schießen. 
Trotzdem ist diese Schlitzmaschine zu 
schwach, um schnell und in allen Fällen (Fett- 
und Flammkohle) bis zu 3 m zu schlitzen. 
Für das Schlitzen müssen wir zum Beispiel 
mindestens eine Stunde rechnen. Außerdem 
ist die Maschine sehr teuer und verbraucht 
viele Meißel und Ersatzteile. Sie hat uns 
trotzdem erlaubt, die Leistung auf 30 cm 
pro Mann und Schicht zu steigern. 
c) Die Schaufelarbeit stellte nicht nur sehr 
große physische Anforderungen an den 
Bergmann vor Ort, sondern konnte auch mit 
der mechanischen Entwicklung unserer Stöße 
nicht mehr Schritt halten. Darum führten wir 
im Oktober 1951 eine Lademaschine „Joy 8 
BU" in unseren Vorrichtungen ein, welche 
uns nach zwei Versuchsmonaten erlaubte, 
die Leistungen zu verdoppeln. Wir kauften 
nach diesem Erfolg zwei weitere Lade 
maschinen, welche ein gleiches Resultat 
Die Bohr-Vorrichtung (nahe gesehen) 
zeigten: es wurden Leistungen von 50 cm 
Fortschritt pro Mann und Schicht erzielt. 
Der erfolgreiche Einsatz der Lademaschine 
„Joy" setzt allerdings voraus, daß die Berge 
mit 20—30% Kohle gemischt sind und keine 
Konglomerate enthalten. 
Die Maschine wird von zwei Mann be 
dient: ein Lader, der die Joy fährt und eine 
Hilfskraft, die während des Fahrens das 
Stromkabel hält und den Abschlag naß 
macht. Die Staubbildung wird so vermieden, 
es entstehen keine gesundheitlichen Schäden 
für den Arbeiter und die Sichtmöglichkeiten 
sind ausgezeichnet. Außerdem kann diese 
Lademaschine im Einfallen bis zu 10“ benutzt 
werden. 
d) Der Ankauf eines Bohrwagens HAUSHERR 
mit zwei Armen gewährleistet uns heute 
eine Leistung, die allgemein bei 70 cm liegt 
und in der Spitze bis zu 90 cm erreichen 
kann. Diese Maschine ist auf Raupenketten 
fahrbar und besitzt zwei Drehbohrmaschi 
nen D. K.7, welche auf Gleitschienen von 
3,20 m Länge gelagert sind. Es kann jedoch 
im allgemeinen nicht tiefer als 3m gebohrt 
werden. 
Mit diesem Bohrwagen wird die Bohrzeit 
auf die Hälfte herabgedrückt. Die verschie-
	        

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