Full text: 1955 (0083)

^cHe^^^Ia^esTeTT^^I^I^TnjHT^’ beim bau der 
verschiedenen Eisenbahnlinien mittels Tunnels 
durchstochen werden. Es handelt sich um 4 
Eisenbahnlinien: durch das Scheidterbachtal, 
Sulzbachtal, Fischbachtal und Köllertal, die in 
den Tunnels bei St. Ingbert, Bildstock, Merch 
weiler und Eiweiler ihre Kulminationspunkte er 
reichen. Der Eisenbahn-Tunnel bei Bildstock, 
d. h. zwischen der Station Friedrichsthal und 
dem Haltepunkt Bildstock liegt im Bergbau 
gebiet und ist seit rund 50 Jahren Gegenstand 
von Diskussionen. Immer wieder auftretende 
Grubensenkungen auf beiden Seiten dieses 
Tunnels bereiteten außerordentliche technische 
Schwierigkeiten, sodaß die Forderung nach Be 
seitigung desselben immer eindringlicher wurden. 
Auf Grund von umfangreichen Untersuchun 
gen, die vornehmlich von der Haupt-Mark 
scheiderei der Saarbergwerke unter Leitung des 
Herrn Obermarkscheiders Lenge durchgeführt 
wurden, ist man zu einer Lösung des sehr 
schwierigen Problems gekommen, das auch 
Volks- und bergwirtschaftlich von großer Bedeu 
tung ist. 
Nunmehr steht Bildstock seit Anfang Mai 
1953 im Zeichen eines gewaltigen Bauvorhabens: 
der Tunnel der Rhein-Nahe-Eisenbahn und die 
sich nördlich und südlich daran anschließenden 
Einschnitte werden weiter westlich des alten 
Tunnels neu erstellt. Bauherr sind die Saarlän 
dischen Eisenbahnen, denn diese werden Eigen 
tümer des neuen Tunnels sein, der nur ihren 
Betriebszwecken dienen wird. Da die Saarberg 
werke für Bergschäden an den Eisenbahn 
strecken ersatzpflichtig sind, werden sie sich in 
diesem Falle auf die Mitarbeit ihrer Technischen 
Dienststellen und auf die Tragung der Gesamt 
kosten für die Bauarbeiten beschränken. Die 
Bauausführung lag in Händen der Firma Lehn- 
hard in Saarbrücken. Zunächst waren große 
und kleine Bagger, Planierraupen und schwerste 
Lastwagen von 20 Tonnen Tragkraft eingesetzt. 
Zu den durch diese hervorgerufenen Geräusche 
eigener Art kommt das Rattern der Bohr- und 
Pickhämmer sowie das Singen und Heulen der 
Raupen-Bohrmaschinen. Zwischendurch erdröh 
nen die Sprengungen, ausgeführt mit sehr gro 
ßen Sprengstoffmengen. So geht es jetzt seit 
rund 1 y 2 Jahren, Tag und Nacht. 
Vor über 100 Jahren wurde in Bildstock schon 
einmal ein so großes Bauvorhaben durchge 
führt, als die im Jahre 1852 in Betrieb genom 
mene Rhein-Nahe-Eisenbahn gebaut wurde. Da 
mals wie heute stand der Höhenrücken von 
Bildstock als großes Hindernis im Wege. Mittels 
eines 480 m langen, von Süden nach Norden 
verlaufenden Tunnels mußte dieser durchfahren 
werden, nachdem nördlich und südlich bis 30 m 
tiefe Einschnitte hergestellt waren. Es war für 
diese Zeit eine sehr schwierige Arbeit; kannte 
man doch weder Bohr- und Pickhammer, noch 
Oben: Am Anfang der Baggerarbeiten. Der „Blaue Bagger" 
auf der Südseite. Mitte: Neuer südlicher Einschnitt. Rechts 
im Vordergrund die Mauerreste des Schachtes Helene. Im 
Hintergrund Bildstock mit dem Hoferkopf-Aussichtsturm. 
Unten: Neuer nördlicher Einschnitt. Tunnel-Eingang im 
Entstehen. Auf der rechten Seite des Einschnittes sind 
die Regionen der Flöze A. B, Bl u. C durch Beton armiert.
	        
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