Full text: 1952 (0080)

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müßte mehr verdienen. Ein an 
derer sagte wieder, was ihn be 
träfe, so sei er ganz zufrieden. 
Ein dritter meinte, die Wasch 
kaue sei zu klein und ein vier 
ter hatte wieder andere Sorgen. 
Die Herren Obersteiger tauch 
ten in der Geschichte ihrer 
Gruben unter. Jede Grube 
meinte, sie sei prozentuell ge 
rechnet die beste — kurz, es 
war schon eine Freude, mitan- 
zuhören, wie viele gute und 
gewandte, beschlagene und ver 
schmitzte Sprecher wir haben. 
Witz- und Geschichtenerzähler, 
ja sogar Dichter und Sänger 
fehlten nicht. . . 
Den Herren von Radio Saar 
brücken gingen die Augen über 
von so viel „Material" für so 
viele Sendungen. Sie hatten 
bald heraus, daß es in den Kaf 
feeküchen der Regie des Mines 
gemütlich ist, und alsbald wur 
den die Sendungen, soweit sie 
nicht unter Tag stattfanden, in 
die Kaffeeküche zwecks Auf 
nahme verlegt. Hier hatte man 
Zeit und Ruhe, seine „Drähte" 
zu ziehen, und die Mitsprecher 
fanden sich bald mit den Leu 
ten vom Funk zu einer Art ge 
mütlicher Tafelrunde zusammen 
— wobei sie fast nicht merkten, 
daß die Aufnahme in Gang war. 
Die Zeichnungen wurden an 
Ort und Stelle von Kurt Geiss 
skizziert. 
VORBESPRECHUNG IM O BE RST E1G E RBü RO 
GRUBE MELLIN 
Eine Rundfunksendung muß auch vorbesprochen werden. Hier sehen 
wir den Leiter des Zeitfunks von Radio Saarbrücken, Wilhelm Diederich 
(ganz links), mit seinem Kollegen Fourmann, Obersteiger John und 
Maschinenwerkmeister Schneidmüller (ganz rechts am Schreibtisch 
stehend). 
SO KAMEN UNSERE SENDUNGEN ZUSTANDE: 
Jeder sagt, was er denkt. Bild aus der Kaffeeküche Mellin. Links: 
Stellvertretender Betriebsobmann Klein Johann, daneben Bergmann 
Burger, Berglehrling Feldes und der Radio-Reporter (beide vom Rücken 
gesehen) und ganz rechts Obersteiger Jonn.
	        

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