Full text: 1951 (0079)

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In dieser Spezialröhre ist der Elektronenfluß durch 
ein magnetisches und ein elektrisches Feld gesteuert, 
eine Art Wechselstrommaschine mit Rotordrehzahl = 
Elektronen-Geschwindigkeit. Es wird hier der Elek 
tronenfluß als Modulator benützt, während dies ge 
rade in den klassischen Röhren sich als Störquelle 
erwies. 
Nach Abgang der Sendung wird das Magnetron 
leergesteuert und der Empfänger mit der Antenne 
bis zur nächsten Sendung durchgeschaltet. Während 
dieser Zeit, in Abhängigkeit der Entfernung, trifft 
der kleine Energieteil als Reflektion vom Ziel zurück. 
Er muß, um zu einer Messung im Anzeigeteil ver 
wandt zu werden, reichlich verstärkt werden. Da sich 
hochfrequente Wellen nicht gut verstärken lassen, 
wird die Welle mit einer im Empfänger erzeugten 
niederen Frequenz von geringer Stärke gemischt 
(ähnlich des Superhet-Radioempfanges), diese Misch 
frequenz wird in einer Klystrom- 
Reflexröhre erzeugt, durch Regulie 
rung ihres Resonnanzhohlraumes 
kann eine Abstimmung jederzeit 
erfolgen. 
Die so erzeugte Zwischenfrequenz 
wird verstärkt und in einer Katho- 
denröhren-Anzeige bildet sie ein 
Ablesezeichen (Zielzeichen). 
Die Anzeigevorrichtung wird mit 
dem Steuergerät der Senderöhre 
synchron geschaltet, so daß der 
O-Punkt der Skala mit dem Sende- 
„Top“ gleichläuft. Normalerweise handelt es sich um 
eine Kathodenstrahlröhre, deren Steuerfrequenz die 
selbe ist, als die der Senderöhre. Der verstärkte 
Refleximpuls wird als Ablenkspannung an die 
vorderen Ablenkringe gelegt und reißt den Kathoden 
strahl auseinander. Dieses Zeichen ist also, verglichen 
mit einer geeichten Skala, der Standort des Zieles. 
Diese erste Peilvorrichtung mußte nun ergänzt 
werden, da bei beweglichen Zielen eine Führung des 
Sendestrahles erschwert ist. Anstatt den Raum mit 
einem starren Strahl abzusuchen, wurde der Strahl 
um eine Richtung beweglich gestaltet. 
Zu diesem Zweck wird der Dipol drehbar und 
exzentrisch aufgehängt, die Anzeigevorrichtung wird 
ergänzt durch zwei Zusatzanzeigen. In der einen wird 
der obere und untere Wellenstrahlreflex sichtbar ge 
macht, in der zweiten der linke und rechte Reflex. 
Sind alle vier Ablenkungen gleich, so ist das Ziel 
genau geortet. Zu bemerken ist, daß diese Zusatz 
anzeigen durch Phasenverschiebung immer mit dem 
Stand der Reflexverstärkungen übereinstimmen, also 
das Emmissionszeichen (O-Punkt) nicht angezeigt wird. 
Die einzelnen Teile des Radargerätes müssen genau 
aufeinander abgestimmt sein. Da einmal die Ge 
schwindigkeit der Wellen vom Elektrostatischen und 
Elektromagnetischen Zustand des Raumes beeinflußt 
werden, andererseits die Geräteleistung Schwan 
kungen aufweist, welche durch Stromschwankungen 
der Speiseleitung (Netz oder Generator) und Tempe 
ratur der Röhren verursacht werden, ist eine laufende 
Abstimmung erforderlich. 
Nach Einschaltung des Gerätes wird der Speise 
stromregler justiert (auf vorgeschnebene Volt, 
Ampere und Phase), dann der Sender auf das genaue 
Frequenzverhältnis mit dem Empfänger gebracht, in 
dem die Zwischenfrequenz abgestimmt wird. 
Zuletzt wird der Kathodenstrahl auf feinste Emp 
findlichkeit eingestellt und die Justierpunkte der 
beiden Nebenanzeigen mit der Hauptanzeige (Uber- 
sichtsrohr) in Übereinstimmung gebracht. 
Dann beginnt die Entfernungseichung, indem ein 
vermessenes Ziel angepeilt wird. Die genaue Ent 
fernung wird durch Verdrehung des Phasenschiebers 
der Anzeigevorrichtung eingestellt, so daß Skalen 
entfernung und Ablenkzeichen des Kathodenstrahles 
übereinstimmen. 
Danach ist das Gerät meßbereit. 
Ein so beschriebenes Gerät ermöglicht bis zur ver 
anschlagten Reichweite eine Seiten- und Höhen 
winkelmessung sowie eine Entfernungsmessung von 
mindestens + — Vs Wellenzuglänge, in jedem Falle 
ab 10 km genauer als mit opt. E.-Meßgeräten. 
Ein Wellenzug von 2 Mikrosek. verläßt den 
Sender, wird von der Richtantenne ausgestrahlt, von 
einem Ziel reflektiert und zur Antenne zurückge 
worfen, mit der Zwischenfrequenz gemischt, ver 
stärkt und als Steuerstrom einer Kathodenanzeige 
röhre verwandt. Während dieser Zeit ist der Sender 
RICHARD SCHMEER k.g. 
Grosshandlung 
für sanitären Installations- und Kanalisationsbedarf 
SAARBRÜCKENS - MAI N Z E R ST R AS S E 46 - TELEPHON 5145
	        

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