Full text: 1951 (0079)

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WUSTWEILER 
Die Entwicklung eines Dorfes am Rande des Saarkohlengebiets 
Von Kurt Hoppstädter, Wiebelskirchen 
D as Dorf, von dem wir hier sprechen wol- Diese Häuser wuchsen über den alten Dorf- 
len, ist ein Dorf wie so viele andere im kern hinaus und verbreiteten sich fächerförmig 
Norden des Saarkohlenbeckens, und es hat auch, nach allen Seiten, in der Hauptsache an den 
oberflächlich betrachtet, die gleiche Entwicklung Durchgangsstraßen entlang. 
durchgemacht, eine Entwicklung, die von der So hat sich auch Wustweiler zu einem Dorf 
reinen bäuerlichen Siedlung ihren Anfang ge- entwickelt, in dem die Landwirtschaft immer 
nommen hat. Bei den stürmischen Fortschritten mehr in den Hintergrund verdrängt worden ist 
im saarländischen Bergbau des vorigen Jahr- und noch verdrängt wird und wo sich vor und 
hunderts suchten immer mehr Bauernsöhne nach Schichtwechsel die Straßen mit den zur 
ihren Lebensunterhalt im Bergbau und in der Arbeit gehenden oder von der Arbeit heimkeh- 
Eisenindustrie. Die Einwohnerzahlen stiegen renden Bergleuten und Hüttenarbeitern bevöl- 
und neben den alten Bauernhäusern mit Wohn- kern. Durchwandert man jedoch von Jllingen 
teil, Stall und Scheune nebeneinander unter her das Dorf auf der Jlltalstraße, so erkennt 
einem Dach erstanden immer mehr sogenannte man unschwer, daß sich dieses Arbeiterbauern- 
Arbeiterbauernhäuser in den mannigfaltigsten dorf aus mehreren Siedlungskernen entwickelt 
Abarten, Häuser, bei denen der Wohnteil die haben muß, daß die Urzelle nicht ein beschei- 
Hauptsache darstellt und bei denen die für die denes Dörfchen rund um eine alte Dorfkirche 
nebenher betriebene Landwirtschaft bestimmten gewesen ist. 
Räume nach der Straßenseite nur noch wenig Dicht an der Banngrenze beginnen die Häuser 
oder gar nicht mehr in die Erscheinung treten. des Ortsteiles Hosterhof, nach kurzer Unter- 
Orts- und Banngrenze nach Jllingen mit Ortsteil Hosterhof
	        
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