Full text: 1950 (0078)

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Durchlässigkeit, was einen größeren Gasaus 
tritt zur Folge hat, wie folgendes Beispiel zeigt: 
ström). Der Blindschacht 14 (Fig. 4 und 5) durch - 
schnitt aber in halber Höhe, 30 m über dem 
Flöz 20, das Flöz 19 A. Dieses hatte eine Mäch 
tigkeit von 0,80 m. Man richtete nun die 
Strecken A, B, C (gestrichelt in Fig. 4) in dem 
selben vor. Die Vorrichtungen konnten ohne 
Schwierigkeiten ausgeführt werden, da das 
Flöz, da es noch nicht durch den Abbau auf 
gelockert war, sein Methan zum größten Teil 
zurückhielt. Nach Beendigung der Strecken 
vorrichtungen wurde jeder Eingang durch ein 
Mauerwerk, in das man je eine Leitung von 
150 mm Durchmesser einließ, verschlossen. 
Diese Leitungen wurden mit 2 Rohrsäulen von 
ebenfalls 150 mm Durchmesser verbunden, die 
durch den Blindschacht 14 und die Schächte 
nach über Tage hochgingen. Dieselben wurden 
über Tage an eine Gaspumpe (Fig. 6) ange 
schlossen, die durch einen Motor von 11 PS 
angetrieben wurde und die in einer Stunde bis 
zu 1200 cbm Gas absaugen konnte. 
Die Vorrichtungen wurden durch Bohrungen 
von 70 m in der Kohle mittels einer Spezial 
bohrmaschine (Fig. 7 und 8) vervollständigt. 
Wenn ein von der Erdober 
fläche nach unter Tage ausge- 
lührtes Bohrloch von 10 cm 
Durchmesser eine Kohlenschicht 
A (Fig. 3) von 1 m Mächtigkeit 
durchschneidet, so stellt man 
sogleich eine durchschnittliche 
Gasausströmung von ungefähr 
15 Liter pro Stunde fest. Baut 
man jetzt das unter dem Bohr 
loch gelegene Flöz B ab, so ist 
der Austritt an Gas lOOOmal 
größer (15 000 Liter in der 
Stunde). Dies beweist, daß 
durch den Abbau des Flözes B 
das Flöz A sein Methan viel 
besser freigibt. Diese Erschei 
nung läßt sich mit derjenigen 
eines Schwammes vergleichen, 
der zusammengepreßt kein 
Wasser, aufgelockert dagegen 
sehr viel Wasser durchläßt. 
111. Erfahrungen auf Grube 
Hirschbach 
Das in Hirschbach zu lösende 
Problem war der Abbau von 
Flöz 20, welches in 560 m 
Tiefe in der Nähe der Schächte 
gelegen ist. Man gelangt zu 
diesem Flöz, das sich 60 m 
unter der Fördersohle (5. Sohle) 
befindet, durch den Blind 
schacht 14 (Einziehstrom) und 
den Blindschacht 15 (Auszieh- 
Fig. 6: Die Gaspumpe
	        
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