Full text: 1950 (0078)

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Landwirtschaftlicher Arbeitskalender 
JANUAR: 
FEBRUAR: 
MÄRZ: 
APRIL: 
Mist ausfahren und ausbreiten, in schneefreien Lagen Thomasmehl, Kalk 
streuen; Kalken, Dreschen fortsetzen, Maschinen, Geräte in Ordnung bringen, 
Saatgut bestellen. 
Stickstoffdünger auf abgetrocknete Wintersaaten, Ent- und Bewässerungs 
anlagen überprüfen, Ausdrusch beenden. 
Letzte Plugarbeiten erledigen; aufgefrorene Wintersaaten anwalzen; Wiesen 
und Weiden düngen, Kartoffelfelder vorbereiten; Beginn der Aussaat von Som 
mergetreide; Frühkartoffeln vorkeimen; Aussaat von Faserpflanzen; Futter 
gemenge; Frühkartoffeln. 
Sommerweizen, Sommergerste, Hafer, Rüben drillen; Klee, Luzerne säen, Un 
kräuter bekämpfen (Eggen usw.), Wintersaaten hacken, Kartoffeln legen, Wie 
sen und Weiden walzen. 
MAI: Beenden des Kartoffellegens, Flachs, Hanf, Mais säen, Kartoffelfelder mit 
Häufelpflug usw. bearbeiten, Unkräuter (besonders Hederich) bekämpfen, Rüben 
und Getreide hacken, Vieh auf Weiden treiben, Feldgemüse auspflanzen. 
JUNI: Kartoffeln, Rüben, Mais behacken, behäufeln; Unkraut bekämpfen; Wiesen 
(Heuernte), Klee- und Luzernefelder mähen, Weiden pflegen. 
JULI: In der Ernte folgen aufeinander: Wintergerste, Raps, Rübsen, Flachs, Roggen, 
Weizen, Frühkartoffeln; Stoppeln schälen; Zwischenfruchtbau; Pflügen der 
Brachschläge für Herbstbestellung. 
AUGUST: Beenden der Ernte von Roggen, Weizen, Sommergerste, Hülsenfrüchten; Früh 
kartoffeln ernten, Saatgut und Handelsdünger für die Herbstbestellung be 
schaffen; Gedroschenes Getreide umstecken. 
SEPTEMBER: Wintersaaten düngen, Keimbett herrichten, zweiter Schnitt der Wiesen (Grumt) 
und Kleeschläge; Beginn der Kartoffelernte, Rübenernte. 
OKTOBER: Herbstbestellung beenden, Abschluss der Futterrüben- und Kartoffelernte; Ein 
mieten, Rübenblätter einsäuern; Getreideausdrusch. 
NOVEMBER: Beendigung der Zuckerrübenernte; Schnitzelmieten; Blätter einsäuern; Pflügen 
tortsetzen; Stalldung ausfahren, unterpflügen; Feld- und Futterschläge kalken; 
Grünland düngen; Einstallen des Weideviehes; Getreideausdrusch. 
DEZEMBER: Dungausfahren; Pflügen der Winterfurche beenden; Fortsetzung des Getreide 
ausdrusches, Keller, Mieten, Speicher überwachen, Maschinen, Geräte usw. in 
standsetzen, Grünlandflächen düngen, Mäusebekämpfung. 
PRAKTISCHE WINKE 
Blumenkohl eignet sich nicht zum Sterilisie 
ren, da er meist auf gedüngtem Boden gewach 
sen ist. Man kann ihn nur als Essiggemüse 
haltbar machen. 
Blutflecke beim Nähen 
Kleine Blutflecke, die durch einen Nadelstich 
in den Finger auf dem Stoff entstehen, werden 
erfolgreich durch folgende Behandlung entfernt: 
Zunächst muss man sich vergewissern, dass der 
Stoff im Wasser nicht färbt oder fleckt. (Unten 
genannte Methode wurde z. B. auf weissem Taft 
erfolgreich angewandt.) 
Aus einem Stück Baumwollstoff formt man 
dann ein Bällchen, das man in klares Wasser 
taucht und auf den Blutfleck legt. Allmählich 
wird daa Bällchen das Blut aufsaugen. Je nach 
Bedarf kann man wieder ein neues formen, so 
lange bis der Fleck vollkommen verschwunden 
ist. 
Zur Pflege von Staubsaugern 
Zur Pflege eines Staubsaugers gehört sein Auf 
bewahren in dem entsprechenden Behälter oder 
zum mindesten an einem staubfreien Ort. Sein 
Schlauch darf nicht zu stark eingerollt werden, 
damit er keine Bruchstellen bekommt. Die Bür 
sten sind nach jedem Gebrauch gründlich zu 
reinigen, und am besten ist ihr äusserer Rand 
mit einem Gummiband zu versehen, der die 
Möbel und Lambrien vor starken Stössen schüt 
zen soll. Nach jedem Gebrauch ist der den Staub 
und Schmutz enthaltende Sack zu entleeren, da 
mit stets ein vollkommenes Saugen erfolgen 
kann. Damit beim Entleeren keine neue Staub 
entwicklung entsteht, führt man dies am besten 
auf einem feuchten Papier aus. Einige Tropfen 
einer Desinfektionslösung in den Staubsauger 
gegeben, bilden eine gute Ergänzung zur Reini 
gungsarbeit. 
Wird im Gebrauch mit dem Staubsauger ein 
anormales Geräusch wahrgenommen, ist der 
selbe sofort abzustellen. Das Staubsaugen mit 
einem beschädigten Apparat hat nur grössere 
Störungen zur Folge. Mindestens einmal jähr 
lich sollte der Apparat vom Fachmann nach 
gesehen werden. 
Das Aufbewahren von Reinigungsmitteln 
Alle Behälter von Reinigungsmitteln müssen 
mit einem Etikett versehen sein. Fahrlässiges 
Aufbewahren kann oft fatale Verwechslungen 
zur Folge haben. Produkte, die der Feuchtigkeit 
nicht ausgesetzt werden dürfen, gehören in 
einen Eisenbehälter. Seifen an einen trockenen 
und luftigen Aufbewahrungsort. Flaschen mit 
leicht sich verflüchtigenden Flüssigkeiten müs 
sen stets gut verschlossen sein. 
Zur Reinigung von Gipsstatuen 
Um den Staub an Gipsstatuen zu entfernen 
und diesen ihr natürliches Weiss wiederzugeben, 
gibt es zwei ganz einfache Möglichkeiten. 
1. Man bedeckt die ganze Statue mit einer 
Schicht aufgelöster Stärke. Beim Antrocknen 
fällt dieselbe ab und nimmt allen Schmutz und 
Staub mit. 
2. Die Statue mit Wasser bespritzen, einem 
Pinsel abstreichen, und in der Sonne trocknen 
lassen.
	        

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