Full text: 1948 (0076)

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hier sind uns noch Grenzen gesetzt. Es ist 
nicht der Kohlenmangel, der uns sagen läßt, 
tfaß man immer in ungeheiztem Raum schla 
fen sollte. Das Fenster soll offen stehen, aber 
wir müssen darauf achten, daß der Luftzug 
nicht direkt unser Bett streift. Nacken und 
Schultern müssen geschützt sein, da sich 
sonst hier leicht Nervenentzündungen er 
geben. Falls wir in unserem Wohnraum 
schlafen, dürfen wir abends nicht vergessen, 
das Zimmer vor dem Schlafengehen gründ 
lich zu lüften. 
Ein geheiztes Zimmer sollte nie mehr als 
16 bis 18 0 haben, da wir unsem Körper sonst 
leicht zu sehr verwöhnen und gegen Tempe 
raturunterschiede und Kälte allzu empfind 
lich machen. 
Zwischen den Heizkörpern und auf dem 
Ofen soll stets ein Behälter mit kaltem 
Wasser stehen. Falls die Luft in einem Zim 
mer zu trocken ißt, sind wir viel empfind 
licher gegen Schnupfen und Halsentzündung. 
Als drittes Abwehrmittel gegen Kälte gibt 
es die warme Kleidung; aber leider sind wir 
auch hier noch beschränkt. Eins ist aber auch 
heute wichtig: die leeren Zwischenräume, 
zum Beispiel zwischen Bluse und Rock, müs 
sen unbedingt vermieden werden. Hüfte und 
Nieren sind sehr empfindlich. Und natürlich 
helfen Fett und Alkohol die Kälte über 
winden, aber Alkohol in großen Mengen ge 
nossen, erzeugt nur eine augenblickliche 
Wärme und ermüdet die Leber. 
Doch nun zur Hautpflege im Winter: Röte 
im Gesicht stellt sich leicht bei kalten Füßen 
ein. Hier helfen Fußbäder, warme Strümpfe, 
falls man hat, und Umschläge mit Benzoe 
tinktur. Die rote Nase ist- dankbar für heißes 
Waschen mit folgender Lösung: Alaun, Essig 
und Benzoetinktur. 
Und nun noch einige Worte zur Zahn 
pflege: Gesunde Zähne sind ein Gradmesser 
der Gesundheit und zugleich der Schönheit. 
Wer hat nicht schon einmal weiße, glänzende 
Zähne bewundert, die dem Gesicht und be 
sonders den Augen einen besonderen Glanz 
verleihen? Richtige Zahnpflege ist dazu der 
erste Schritt. 
Zunächst schaffen wir uns zwei Zahn 
bürsten an, mit denen wir abwechselnd die 
Zähne putzen, um sie nach Gebrauch jedes 
mal trocknen zu lassen. Doch tauchen wir 
sie zuvor in eine antiseptische Lösung, zum 
Beispiel Mundwasser. 
Bürsten Sie auch gründlich ihre Zähne? 
Mit kreisförmiger Bewegung und nicht seit 
licher? 
Spülen Sie mit Mundwasser nach, um den 
Atem zu erfrischen und zugleich auch die 
kleinsten Nahrungsreste zu vernichten? 
Besuchen Sie jährlich wenigstens zweimal 
Ihren Zahnarzt? 
Und nun zur Nahrung Ihrer Zähne. Infolge 
unzulänglicher Nahrung leidet unser Körper 
und somit auch die Zähne an Kalkmangel; 
nehmen Sie also von Zeit zu Zeit ein Kalk 
präparat zu sich. 
Wir brauchen heute nicht mehr vor allzu 
starkem Genuß von Süßigkeiten zu warnen, 
aber wir wollen Ihnen zu reichlichem Genuß 
von Obst und Fischen raten. Bekanntlich 
haben die Eskimos die schönsten Zähne der 
Welt; sie benutzen sicher nie eine Zahnbürste, 
aber sie leben mehr oder weniger von Fisch 
speisen. Fische enthalten das wichtige Vita 
min D, das dem Körper die notwendige 
Menge an Kalzium zuführt. Und Obst enthält 
Vitamin C. 
Wir möchten aber nicht versäumen, Ihnen 
noch einen Rat zu geben: 
Vorsicht beim Rauchen und beim Trinken 
heißer Getränke. Es genügt wenig, um ein 
Absplittem des Zahnschmelzes hervorzu 
rufen, was nicht nur eine Schädigung des 
Zahnes hervorruft, sondern leicht eine Zahn 
fleischentzündung. Falls trotz aller Vorsicht 
eine Zahnfleischentzündung auftritt, sollte 
man den Mund morgens und abends mit 
einer sehr dünnen Jodlösung ausspülen, ln 
schwierigen Fällen ist unbedingt der Zahn 
arzt aufzusuchen. M. A. T.
	        

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