Full text: 67.1939 (0067)

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Die neue Kohlenwäsche - Zweckvoll und schön (Im Vordergrund der Schlammeindicker) 
Aufnahme: Foto Kirschmann, Saarbrücken 
bacher Eefolgschaftsmitglied je Arbeitstag nicht 
mehr mit 700 Kilogramm wie im März 1935, 
sondern nach dem Umbau mit 1500 Kilogramm 
Förderung einzusetzen sein." Diesem Vertrau¬ 
enssoll kam Maybach von Jahr zu Jahr näher. 
Und so wurde die Grundlage aller Planungs¬ 
arbeit: „3300 Maybacher fördern in absehbarer 
Zeit 5000 Tonnen, und zwar unter den best¬ 
möglichen Arbeitsbedingungen, wie sie der natio¬ 
nalsozialistische Staat verlangt." 
Entsprechend diesen Voraussetzungen sah die 
Planung vor: die Schaffung größter Angriffs¬ 
möglichkeiten am Kohlenstoß, 
die reibungslose Abförderung der gewonnenen 
Fördermengen und ihre Verarbeitung Uebertage 
zu bester absatzfähiger Kohle, 
ferner die für das neue Aufbauwerk erforder¬ 
lichen Antriebskräfte wie Dampf, Strom und 
Preßluft günstigst zu beschaffen. 
Der Grundsatz „Sicherheit voran" hatte über 
allen Maßnahmen zu stehen. 
Bei der Planung der neuen Tagesanlagen auf 
Maybach stellte es sich heraus, daß mit geringen 
Mehrkosten auch die Iordernug der benachbarten 
Schachtanlage Mellin 
mit verarbeitet werden konnte. Die Melliner 
Förderung ließ sich verhältnismäßig leicht durch 
eine Stollenverbindung zwischen Mellin und 
Altenwald herübernehmen, da ein Stollen zwi¬ 
schen Altenwald und Maybach bereits.für den 
späteren Bergetransport von Maybach nach Al¬ 
tenwald für notwendig erkannt war. Durch die 
Zusammenfassung der beiden Schachtanlagen 
Maybach und Mellin wurden hohe Anlagekosten 
auf Mellin erspart, da diese Anlage nicht weni¬ 
ger rückständig war als Maybach. Die ersten 
Melliner Kohlen wurden bereits im April 1938 
auf Altenwald gezogen und durch den Stollen 
nach Maybach befördert und verarbeitet. D i e 
Leistungsfähigkeit der Tagesan¬ 
lage Maybach mußte daher um wei¬ 
tere 2000 Tonnen Kohle aus Mel¬ 
lin erhöht und für insgesamt 7000 
Tonnen Tagesförderung vorgese¬ 
hen werden. 
I. Der Umbau der Tagesanlagen 
im einzelnen 
Es stellte sich bald heraus, daß Schächte, 
Schachthallen, Wäschen, Kesselhäuser, Schachtge¬ 
rüste, Fördermaschinen und Grubenbahnhof in 
erster, Verwaltungsgebäude, Waschkauen, Werk¬ 
stätten und Magazin in zweiter Linie zu ändern 
waren. Ein Umbau erwies sich in allen Fällen 
wegen des trostlosen Zustandes als ungenügend. 
So kam es zur Neuplanung des ganzen Tages¬ 
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