Full text: 67.1939 (0067)

Friedrich Schramm nahm alles dies wahr, 
aber er verstand es zuerst noch nicht, bis er 
eines Tages aus dem Mund seines jüngsten 
Kindes den Widerhall eines Wortes seiner 
Frau geschenkt bekam und von dem plötzlich 
erneuerten Glück fast wie von einem Schrek- 
ken getroffen wurde. Er trat darnach in die 
Küche, in der sein Abendessen gerichtet wurde, 
und gab der Frau ein ganz leichtes und liebe¬ 
volles Schläglein. Sonst nichts. Aber sie er¬ 
rötete noch viel mehr, als es sonst am offenen 
Fenster geschehen konnte, und dann schluchzte 
sie plötzlich. 
Ein Jahr darauf hatten sie ihr viertes 
Kind und mit ihm wurden ihnen auch die 
anderen neu geschenkt und die Welt und das 
Leben. Es werden vielleicht noch viele Jahre 
dahingehen, bis Friedrich Schramm über¬ 
sieht und sagen kann, was für ein Wunder 
da mit ihm und seinem Leben geschehen ist. 
Aber es ist geschehen, und das ist doch die 
Hauptsache, nicht wahr! 
Wir haben uns vor allem eine Riesenaufgabe 
gestellt: Den deutschen Arbeiter in die deutsche 
Nation zurückzuführen. Wenn in der Zukunft 
die Frage an uns gerichtet wird: „Was schätzt 
Ihr denn als Eure größte Leistung ein?", dann 
kann ich nur sagen, daß es uns gelungen ist, den 
deutschen Arbeiter wieder in die Nation hinein¬ 
zustellen und ihm klarzumachen: Die Nation 
ist nicht ein Begriff, an dem du keinen Anteil 
hast, sondern du selbst bist Träger der Nation, 
du gehörst zu ihr, du kannst dich nicht von ihr 
trennen, dein Leben ist gebunden an das Leben 
deines ganzen Volkes, das ist nicht nur die 
Wurzel auch für deine Kraft, sondern auch die 
Wurzel für dein Leben. 
Rede des Führers am 24. 10. 1933 in Berlin 
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