Full text: 66.1938 (0066)

die Erzeugungsschlacht Jugendliche benötigt, 
kann es sich bei den in der Eignungsprüfung ge¬ 
zeigten Leistungen nur um Kenntnisse handeln, 
die, das mag zugegeben sein, im Augenblick 
besser sind. Ich bin aber überzeugt, daß die 
älteren Jugendlichen sich sehr schnell ihre Kennt¬ 
nisse wieder angeeignet haben. Dazu kommt, 
daß diese Jugendlichen unbe st ritten 
durch ihre Tätigkeit imDienste der 
Volksgemeinschaft reifer gewor¬ 
den sind. Jedenfalls ist eines sicher, daß die 
Fähigkeiten und Anlagen unabhängig davon 
sind, ob einer sofort von der Schule kommt oder 
nicht. Denn sonst wären es eben keine Anlagen. 
Auch in den nächsten Jahren wird 
an die Schulentlassenen der Ruf 
ergehen, sich der Landwirtschaft 
zur Verfügung zu st eilen. Für sie sollte 
es eine selbstverständliche Pflicht der Kamerad¬ 
schaft sein, ihren älteren Kameraden nicht noch 
die wenigen Lehrstellen wegzunehmen. 
Deshalb braucht aber heute kein Jugendlicher 
auf der Straße zu liegen. In vielen Land¬ 
gemeinden Deutschlands fehlt es an jugendlichen 
Helfern und vor allem auch am Nachwuchs für 
die landwirtschaftlichen Berufe. 
In der L a n d h i l f e und im Landdien st 
kann jeder junge Saarländer seiner Pflicht am 
deutschen Boden genügen. Auf die Unterschiede 
zwischen beiden einzugehen, ist hier nicht der 
Ort. Letzten Endes dienen beide dem gleichen 
Ziele, der Landwirtschaft zu helfen, sei es nun 
nur für eine gewisse Zeit, fei es, daß der Junge 
einen gelernten Beruf durch die Landarbeits¬ 
lehre, die landwirtschaftliche Werkausbildung, 
bäuerliche Werkausbildung, .Melkerlehre usw. 
ergreift. 
Durch die Arbeit in der Landwirtschaft kann 
ein jeder Junge Mitkämpfer sein 
in der großen E r z e u g u n g s s ch l a ch t, 
zu der der Führer aufgerufen hat. So wie der 
Soldat des Weltkrieges stolz ist auf die Schlach¬ 
ten, die er mitgemacht hat, so soll es der Stolz 
und eine stete Erinnerung für die saarländische 
Jugend sein, Frontkämpfer in der Erzeugungs¬ 
schlacht gewesen zu sein. 
Durch den Aufenthalt in fremden Gegenden 
lernt der Junge die Schönheiten seines Vater¬ 
landes kennen. Er sieht die Sitten und Ge¬ 
bräuche seiner Volksgenossen. Auf dem 
Lande ist er an den Quellen unse¬ 
res Volkstums. Manches „Muttersöhn¬ 
chen" wird bald erkennen, daß vieles, was ihm 
bisher unentbehrlich erschien, nichts bedeutet. 
In der gemeinsamen Arbeit mit anderen geht 
ihm der Sinn für Grund und Boden 
auf. Er erfaßt, daß die Arbeit auf dem Lande, 
die darauf gerichtet ist, der Natur die Gaben 
für unsere Ernährung abzuringen, die Grund¬ 
lage für unser ganzes Volksleben bedeutet. So 
erweitert er seinen Gesichtskreis und erlebt die 
Volksgemeinschaft so wie der Führer es will. 
Und nicht zuletzt bringt die landwirtschaftliche 
Arbeit den Gewinn, daß er reifer wird. 
Mit der harten Notwendigkeit der Landarben 
und ihrer Voraussetzung für jede andere Be¬ 
rufsarbeit begreift der Junge auch den Wert 
der Berufsarbeit überhaupt. Er lernt in diesen 
Tagen, wie ernst der Beruf ist. Es kommt ihm 
zum Bewußtsein, daß der Beruf des einzelnen 
nur ein Stück des Berufslebens eines ganzen 
Volkes, daß Beruf Pflicht der Volksgemeinschaft 
gegenüber ist. Er fühlt die Verantwor¬ 
tung, die er mit der Berufswahl 
auf sich nimmt. 
Und so wird er mit viel tieferem Ernste noch¬ 
mals an seine endgültige Berufsentscheidung 
herantreten. Rechte Berufswahl aber bedeutet 
richtige Einordnung in das Berufs- und Wirt¬ 
schaftsleben, ermöglicht produktive Tätigkeit im 
Dienste der einzelnen Berufsstände und zum 
Nutzen der Volksgemeinschaft. Für den einzel¬ 
nen bringt die Berufswahl, die auf Grund von 
Neigung und Eignung getätigt wird, Selbst¬ 
vertrauen, Mut zur Verantwortung, Lebens¬ 
bejahung und Lebensbereitschaft. 
„Alle Arbeit soll erwachsen aus einem inneren 
Drange; sie soll wirken als Pflicht, sie soll aus¬ 
münden in eine Beseligung." 
^'ine Regierung niull vor altert Dingen 
'^'fest und energisch sein, nötigenfalls 
sogar mit Bärte vorgehen, eine Regie¬ 
rung, die an der [Neigung krankt, Konflik¬ 
ten auszuweichen, notwendige Kämpfe 
zu unterlassen und sogar ausländischen 
Wünschen immerfort nachzugeben, ver¬ 
fällt unrettbar dem Untergang. 
Bismarck 
Bei der Hrbeit und durch die Hrbeit 
am deutschen Beimatboden wollen 
wir den neuen deutschen Menschen 
nationalsozialistischer prägung formen, 
Blut und Boden unseres Volkes wieder 
in Verbindung bringen und so dem Leben 
unseres Volkes eine feste Grundlage 
schaffen für kommende Jahrhunderte. 
Staatssekretär Konstantia Hierl 
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