Full text: 61.1933 (0061)

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Blick aus Zijchbach. 
loko Motiven getreten. Zum Zubringe- 
dienst werden Schlepperhaspel benutzt. 
Die kurzen Strebstöße sind seit 1925 durch 
100—300 Meter lange Rutschenstöße 
vollständig verdrängt. Mit Preßluft betrie¬ 
bene Bohrhämmer, Schrämmaschinen und Ab¬ 
bauhämmer finden in den Eesteinsarbeiten 
und vor der Kohle ausgiebige Verwendung. 
Das fehlende Vers atz gut wird von den 
Tageshalden zugeführt; seit 1931 wird es auf 
der Westhalde mit Schrappern gewonnen. 
Gurtförderung als Ersatz für die 
Schlepperförderung ist im Gange. Zur Be¬ 
leuchtung der Ladestellen und Anschlagbühnen 
in den Bremsbergen sind stellenweise schlag¬ 
wettersichere elektrische Lampen 
mit Preßluftanschluß eingeführt. 
Tragbares elektrisches Geleuchte, 
mit dem die Belegschaft mit Ausnahme der 
Aufsichtsbeamten, der Wettermänner und der 
Ortsältesten ausgerüstet ist, G e st e i n s- 
st a u b s p e r r e n , Berieselung der 
Kohle und Neutralisation des Kohlen- 
st a u b e s in den Strecken steuern der Gefahr 
einer Kohlenstaub- und Schlagwetterentzün¬ 
dung soweit wie menschlich möglich. 
Zur Verbesserung der Wetter¬ 
führung ist Schacht Franziska, der bis 1926 
Einziehschacht war, mit zwei elektrisch angetrie¬ 
benen saugend wirkenden Ventilatoren System 
Monnet-Moyne von je 5000 m3/mm Höchst¬ 
leistung ausgerüstet. An die Stelle der vor¬ 
dem vorhandenen drei Wetterabteilungen sind 
nunmehr (1927) vier Wetterabteilungen ge¬ 
treten. Schacht III hat bereits 1922 einen elek¬ 
trisch angetriebenen Ventilator gleichen Sy¬ 
stems mit 4800 m3/min Höchstleistung erhalten; 
der durch eine Dampfmaschine angetriebene 
Ventilator Kley steht in Reserve. Als Ein- 
ziehfchächte verbleiben die Camphausenschächte I, 
II und IV. 
Der Fortschritt des Betriebes übertage 
zeigt sich in erster Linie wiederum in den 
maschinellen Anlagen. 
In der Z e n t r a l m a s ch i n e n h a l l e 
nimmt ein 1927 erbauter, mit Dampf betrie¬ 
bener Luftkompressor von 1000 P. S. (Saug¬ 
leistung 10 000 m3/st) den Platz des ehema¬ 
ligen 230-pferdigen Kompressors ein. 
Das Kesselhaus liefert aus 17 Flamm¬ 
rohrkesseln und den beiden 1927 aufgestellten 
Kesseln System Babcock und Wilcox, zu denen 
ein 92,5 Meter hoher Kamin gehört, stündlich 
durchschnittlich 25 000 kg Dampf. Zur Kessel¬ 
feuerung werden neben Mittelprodukten aus 
der Kohlenwäsche die auf der alten Westhalde 
in Schlammbecken aus den Abwässern der 
Kohlenwäsche gewonnenen Schlammrückstände 
benutzt.
	        

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