Volltext: 61.1933 (0061)

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Grube Brefeld. Holzpark mit Moterialien-Magazin. 6m Vordergrund: Teil der kampenkaue; im Hintergrund: Trenkelbachtal mit Hühnerfeld. 
das eiserne Seilscheibengerüst. Zur Seilgewichts- 
ausgleichung wurde ein Unterseil benutzt. 1881 
war die Erbauung der Schachthalle und der 
Rätterhalle beendet. 
Am 1. Juni 1881 nahm die noch in Vor¬ 
richtung stehende Grube den Eisenbahnabsatz 
über die inzwischen auch von Camphausen bis 
Neunkirchen fertiggestellte Fischbachbahn auf ^). 
Im Jahre 1882 waren die Vorrichtungs¬ 
arbeiten soweit fortgeschritten, daß die Neu¬ 
anlage Kreuzgräben einen auf Grube Sulzbach 
längere Zeit anhaltenden größeren Förderaus¬ 
fall zu decken vermochte. 
Mit dem Jahre 1884 wurde auf dem Flöz 4 
der eigentliche Abbaubetrieb eröffnet; er 
bewegte sich während des nun beginnenden, 
bis zum 1. April 1890 reichenden dritten 
Betriebsabschnitt, über der I. Tiefbau¬ 
sohle und der Wettersohle. Als Förderschacht 
diente der Kreuzgräbenschacht I. 
Die bereits seit 1880 im Flöz 4 in der 
I. Sohle nach Ost und West fortschreitenden 
Erundstreckenbetriebe brachten in den Jahren 
188.8 bis 1885 Aufschluß über die Lage der 
das Grubenfeld in drei Hauptbaufelder tren¬ 
nenden beiden größeren Sprünge. 
Ilm die im Erubengebäude herrschenden 
hohen Temperaturen und starken 
Grubengasausströmungen wirksam 
bekämpfen zu können, wurde 1885 an der 
Markscheide gegen die Grube Sulzbach der als 
Ausziehfchacht in Aussicht genommene Wetter¬ 
schacht l (Friedrich) angehauen. Der zur be¬ 
schleunigten Herbeiführung des Durchschlages 
von Flöz 4 aus gleichzeitig hochgebrochene und 
dann 1888 bis Flöz 6 weiter abgeteufte Schacht 
trat 1889, nachdem er einen 25-pferdigen Kley'- 
schen Ventilator erhalten hatte, in Tätigkeit. 
Der Euibalventilator beim Kreuzgräben¬ 
schacht U wurde stillgelegt, denn Schacht ll 
wurde nun ebenfalls Einziehschacht. 
1887 wurde Grube Kreuzgräben selbständige 
Obersteigerabteilung. 
Im Jahre 1888 wurde die Ausrichtung der 
II. Tiefbausohle in 559 Meter Teufe von 
Schacht II aus in Angriff genommen. 
Einer Schlagwetterexplosion ge¬ 
ringen Umfanges, die sich 1884 ereignete und 
3 Opfer forderte, folgte am 16. Februar 1888 
eine schwere Schlagwetter- und 
Kohlenstaubexplosion, bei der 42 
Tote zu beklagen waren. Der Betrieb kam 
durch die Explosion auf einen Monat zum Er¬ 
liegen. 
Der im folgenden Jahre (1889) im Westfeld 
an der Markscheide gegen die Grube Dudweiler 
angehauene zweite Wetterschacht, der Wetter¬ 
schacht II (Wilhelm; seit 1920 „Heinrich" ge¬ 
nannt), erreichte am Ende des dritten Betriebs- 
abschnittes eine Teufe von 48 Meter. 
II. Unter der Berginspektion XI. 
Kennzeichnend für den mit der Unterstellung 
unter die Berginspektion XI beginnenden 
vierten Betriebsabschnitt der 
5) Liehe Zuhnoto 5eiti 21.
	        

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