Full text: 61.1933 (0061)

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Neunkirchen (1886) und im Fischbachtal (1910). 
Nachdem diese Krankenhäuser im Laufe des 
letzten Jahrzehnts nach modernen und neuzeit¬ 
lichen Grundsätzen ausgebaut worden sind, hat 
man ihnen noch eine Augenklinik und einen 
Gutshof angegliedert. Die Bedeutung der 
knappschaftlichen Tätigkeit auf diesem Gebiete 
findet ihren Ausdruck in der allgemeinen An¬ 
erkennung. In den Besitz zwei weiterer 
Krankenhäuser gelangte die Saarknappschaft 
bei der Verschmelzung des St. Jngberter und 
Frankenholzer Knappschaftsvereins mit dem 
Saarbrücker Knappschafsoerein. 
Die Saarknappschaft verfügt somit heute über 
4 größere und 2 kleinere Krankenhäuser, sowie 
1 Augenklinik mit zusammen 1411 Kranken¬ 
betten, und einen Gutshof, deren Einrichtung 
und Bestimmung dem Zweck dienen, Mit¬ 
gliedern und Familienangehörigen alle auch 
nur denkbar zu erwartende Hilfe bei Unglücks¬ 
fällen, Krankheit und Siechtum zu gewähren. 
Bevor wir zur Beschreibung der verschie¬ 
denen Krankenhäuser 
übergehen, soll in 
wenigen Zeilen auch 
der Verwaltung ge¬ 
dacht sein. 
Vis in die Mitte 
des 18. Jahrhunderts 
wurde die Verwal¬ 
tung der Kasse und 
Depositen durch Be¬ 
amte des König!. 
Bergamtes mitver¬ 
sehen. Durch das im 
Jahre 1862 in Wirk¬ 
samkeit getretene 
Knappschafts - Statut 
wurden diese Ge¬ 
schäfte dem Knapp- 
schaftsvorstande un¬ 
mittelbar übertragen, 
der daraufhin sich 
zum Bau eines 
eigenen Verwal¬ 
tungsgebäudes ent¬ 
schloß; dieses Gebäude 
wurde an der 
früheren Staats¬ 
straße Saarlouis- 
Saarbrücken, jetzigen 
Vahnhofstraße, er¬ 
richtet. Im Jahre 
1901 wurde es verkauft, weil es dem Bedürfnis 
nicht mehr genügte. An dessen Stelle konnte das 
in der Trierer Straße neu errichtete, jetzt noch 
bestehende Verwaltungs-Gebäude bezogen 
werden. Inzwischen war die Zahl der Vereins¬ 
mitglieder gewaltig gestiegen — 1860 — 12 138, 
1928 = 62 455 —sodaß mit deren Zunahme, 
sowie zufolge der immer mehr ausgebauten 
sozialen Gesetzgebung nicht nur eine Aus¬ 
dehnung der Verwaltung, sondern auch eine 
Erweiterung der Unterkunftsräume für die¬ 
selbe geboten schien. Teile der Verwaltung 
mußten bereits in dem zu Dienstwohnungs¬ 
zwecken erworbenen Gebäude in Saarbrücken 1, 
Eisenbahnstraße 11, untergebracht werden, 
konnten aber, nachdem die inzwischen notwendig 
gewordene Vergrößerung durch An- und Auf¬ 
bau des Gebäudes Trierer Straße beendet 
war, mit der gesamten Verwaltung vereinigt 
werden. — Die Räume des Verwaltungs¬ 
gebäudes II dienen jetzt dem Oberbergamt 
für das Saargebiet als Amtssitz. 
Das Gebäude in der 
Trierer Straße 8 gibt 
in seiner heutigen 
Gestalt einen sicht¬ 
baren Ausdruck der 
Größe des geschaf¬ 
fenen Werkes der 
sozialenFürforge und 
ihrer Verwaltung. 
Im Nachfolgenden 
geben wir nunmehr 
eine Beschreibung 
der Knappschaftlichen 
Krankenhäuser bei 
gleichzeitiger Würdi¬ 
gung ihrer Bedeu¬ 
tung. 
Die Kranken¬ 
hausanlage Sulz¬ 
bach konnte am 
10. September 1912 
die Feier ihres fünf¬ 
zigjährigen Bestehens 
begehen, aus welchem 
Anlasse eine Fest¬ 
schrift herausgegeben 
wurde, deren Inhalt 
teilweise zu nach¬ 
stehenden Zeilen ver¬ 
wendet wurde. 
Nachdem ein hinter 
Verwaltungsgebäude — Hauptaufgang. (Zola: Kirschmann.)
	        

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