Full text: 60.1932 (0060)

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auf 300 t und später 3600 t zu bringen. Um¬ 
fangreiche Arbeiten wurden ausgeführt, um 
diesen Plan zu verwirklichen. 
Im Jahre 1921 begann ein Unternehmer 
das Abteufen eines dritten Schach¬ 
tes auf der Hauptanlage. Der ursprüngliche 
Gedanke war, nach Abteufen und Ausrüsten 
dieses Schachtes den alten Schacht I bis zur 
3. Sohle abzuteufen, um nachher mit den drei 
Schächten die Förderung von 3000 t zu bewäl¬ 
tigen. Ohne Schwierigkeiten ging das Ab¬ 
teufen des neuen Schachtes bis zur 3. Sohle 
vor sich und war im Jahre 1924 beendet. In 
den Jahren 1925—26 erhielt der neue Schacht 
ein Seilscheibengerüst und eine elektrische 
Fördermaschine (Leonhard - Schaltung), und 
wurde im Jahre 1927 an Stelle des Schachtes I, 
der still gelegt wurde, in Betrieb genommen. 
Im Jahre 1921 wurde auch auf der Ven¬ 
tilatoranlage Peter (Ostfeld) ein 
Ventilator (System Monnet-Moyne) eingebaut 
an Stelle des bisherigen Pelzer-Ventilators, 
der auf die Nordfeldanlage kam. Auf der 
Nordfeldanlage baute man ein Kom¬ 
pressorgebäude, um einen Kompresior 
„Ehrhardt &. Sehmer" mit elektrischem An¬ 
trieb aufzustellen, der 1923 in Betrieb kam. 
Ein Jahr später wurde auf der Anlage 
Holz ein ähnlicher Kompressor in Betrieb 
gesetzt. Diese beiden Kompressoren haben eine 
stündliche Leistung von 7000 cbm. Die Druck¬ 
luftanlage der Division Göttelborn wurde da¬ 
durch von 10 000 cbm auf 21 000 cbm stündliche 
Leistung gebracht. Ebenfalls in den Jahren 
1921—22 wurde im westlichen Kesselhaus 
ein neuer Kessel, System Petry-Dereux, mit 
Babcok-Feuerung eingebaut. 
Im Laufe der Jahre 1924—25 begann man 
mit dem Unterfangen des Mauerwerkes des 
östlichen Kesselhauses; dies war nötig, um die 
frühere Handfeuerung der Mac - Nicol - Kessel 
durch Babcok-Feuerung mit Wanderrosten zu 
ersetzen. In derselben Periode wurde das Ge¬ 
bäude der Fördermaschine III gebaut, welches 
im Jahre 1926 eine elektrische Fördermaschine 
erhielt. 
Die Absicht, die Förderung zu erhöhen, machte 
natürlich' auch den Vau einer neuen Rätter- 
a n l a g e und die Ausbesserung der vorhan¬ 
denen Kohlenwäsche notwendig. Durch 
die Firma Meguin-Dillingen wurde in den 
Jahren 1925 und 1926 anschließend an die 
Schachthalle des Schachtes Hl eine neue Sieberei 
mit einer Siloanlage für 1800 t Vorrat gebaut.
	        

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