Full text: 60.1932 (0060)

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ls der Kalendermann seine Leser in den 
letzten Jahren zweimal fragte, wovon sie 
gerne etwas im Bergmannskalender lesen 
möchten, erscholl ihm wiederholt der Ruf ent¬ 
gegen : Von dem gelobten Land. In 
der Tat scheint auch dies Thema interessant 
genug, und gern hätte der Kalendermann einen 
Bericht eines Augenzeugen gebracht. Doch der 
Freund, ein Lehrer, der diese Fahrt machen 
wollte, verschob sie von Ferien zu Ferien. Nun, 
heute ist es zu spät; ein Teil des Kalenders 
ist bereits gedruckt und im Inhaltsverzeichnis 
ist der Artikel bereits angegeben. Somit bleibt 
nichts anderes übrig, als hier in einigen 
Bildern zu zeigen, wie es heute im hl. Lande 
aussieht, und wie altes und neues, Tradition 
des Orients und moderne europäische Zivili¬ 
sation sich dort in wunderbarer Weise berühren, 
mischen und ergänzen. 
Unser erstes Bild zeigt Jerusalem, ein Name, 
gleich heilig Christen, Juden und Mohame- 
danern. Im Hintergründe erblicken wir, alles 
überragend, den gewaltigen Bau der Omar¬ 
moschee, die sich just an der Stelle erhebt, wo 
einst der Tempel Salomonis stand. Diese 
Moschee, ein achteckiger Vau, ist auf jeder 
Seite 20 m lang; der untere Teil ist aus 
weißem Marmor, herrliche Marmorfließen 
decken den oberen. Die Kuppel der Moschee, 
die kein Minarett hat, ist zum Kennzeichen des 
Jerusalemer Stadtbilds geworden. 
Jerusalem ist voll von Kultstätten: den 
Christen heilig vor allem ist der Garten von 
Gethsemane am Fuße des Ölbergs, der 
sich heute in der Obhut von Franziskaner¬ 
mönchen befindet. Die wichtigste aller Kirchen 
ist die heilige G r a b k i r ch e. Alle Kon¬ 
fessionen haben an ihr ihren Anteil. Unter
	        
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