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Kaffeeflecken aus Decken oder Kleidern ent¬ 
fernt man durch Kochen in Salzwasser (auf ein Liter 
Wasser 50 Gramm Kochsalz). Sind die Flecken schon 
eingetrocknet, so weicht man sie vorher in kaltem 
Wasser ein. Milchkaffee flecken hingegen be¬ 
streicht man im trockenen Zustand mit Glyzerin 
und wäscht sie dann in lauwarmem Wasser. 
Fettflecken auf Hellen Ledersachen, Schuhen 
usw. werden entfernt, indem man einfaches 
Weihes Löschpapier, mehrfach zusammengelegt, 
auf die Fettstelle legt und dann Benzin darauf gießt 
und die Stelle mit irgendeinem schweren Gegenstand 
beschwert. Nach einiger Zeit ist der Fleck ver¬ 
schwunden. 
TNaul- und Klauenseuche bei Zieqen. 
Die Maul- und Klauenseuche ist eine bekannte und 
von jedem Viehbesitzer sehr gefürchtete Krankheit. 
Dort, wo diese Krankheit auftritt oder sich bemerk¬ 
bar ruacht, muß der Polizeibehörde sofort Meldung 
gemacht werden. 
Bei den Ziegen macht sich die Maul- und Klauen¬ 
seuche weniger im Maul, als an den Klauen bemerk¬ 
bar. Es bilden sich an den Klauen der befallenen 
Tiere Bläschen, die später platzen und dann kleine, 
flache Geschwüre hinterlassen. Die Klauenkrone wird 
rötlich, warm und geschwollen und namentlich im 
Spalt und hinter den Ballen bilden sich diese Bläs¬ 
chen. Seltener trifft man dagegen die Bläschen und 
Geschwüre an den Lippen, der Zunge und am zahn¬ 
losen Rande des Oberkiefers. Man darf diese jedoch 
beim Vorkommen nicht verwechseln mit den soge¬ 
nannten Maulpockenerkrankungen, die weniger ge¬ 
fährlich sind. Doch können alle Tiere auch von diesen 
befallen werden, da sie ebenfalls ansteckend sind. Im 
letzteren Falle haben die Tiere nur beim Fressen 
Schmerzen. Um sicher zu gehen, ist es zu empfehlen, 
bei den ersten Anzeichen einen Tierarzt zu Rate zu 
ziehen, da bei schnellem Eingreifen auch die Maul¬ 
und Klauenseuche heilbar ist, sich aber jedenfalls doch 
ans einzelne Tiere oder Ställe beschränken läßt, so 
daß man wenigstens einem größeren Schaden vor¬ 
beugen kann. 
Die älteren Tiere überstehen die Maul- und 
Klauenseuche meistens gut, Säuglämmer dagegen 
gehen in den meisten Fällen ein. Schließen sich aber 
an diese Krankheit Folgeerscheinungen wie Klauen¬ 
gelenkentzündung usw., so kann auih bei älteren Tie¬ 
ren durch Blutvergiftung sehr leicht der Tod ein¬ 
treten. 
Bei der Behandlung der Maul- und Klauenseuche 
ist vor allen Dingen größte Reinlichkeit erforderlich. 
11m die Krankheit' zu mildern oder möglichst zu besei¬ 
tigen, wäscht man die Wunden Stellen mit lau¬ 
warmem Wasser gut aus und bestreicht sie nachher mit 
Holzteer. Auch der Mensch hat bei der Behandlung 
dieser Krankheit auf größtmöglichste Vorsicht Wert 
zu legen, denn die Uebertragung der Bakterien kann 
aus verschiedene Art und Weise erfolgen. Auch den 
Stall muß man mit Sorgfalt reinigen; der hierfür 
erforderlichen Sodalauge setzt man etwas Karbol zu. 
Schon nach wenigen Tagen verliert die Seuche bei 
rechtzeitiger Behandlung ihren bösartigen Charakter. 
Röte, Schwellung und die wässerigen Ausscheidungen 
lassen nach. Je nach ihrem Umfange ist die Seuche 
dann in wenigen Wochen gänzlich beseitigt. 
Bei Auftritt der Seuche verhängt die Polizei¬ 
behörde über die befallenen Stallungen die Sperre 
und hebt diese auch, wenn die Tiere gesund sind, in 
amtlicher Form wieder auf. W. 
o Rätfd. <s> 
Unser eifriger Leser Theodor O h l m a n n aus 
Alsweiler, sandte uns wieder eine ganze Anzahl 
netter Rätsel, von denen wir hier etliche zum Abdruck 
bringen. Wir hoffen, daß, sie zu lösen, den Saar¬ 
knappen rechten Spaß machen wird. 
Der Kalendermann. 
4. Für den Feinschmecker. 
„£>" lebt im Wasser, und er schmeckt gar fein 
Mensch, ißt du ihn, das läßt du „K" 'wohl sein. 
5. Aus fernen Ländern. 
Die süße Südfrucht mit geraubtem Fuß 
In China man als Würdenträger suchen muß. 
1. Allerlei. 
Nimm eine Speise etwas umgestellt 
dann gibt's ein dickes Buch, 
darin gezeichnet ist die ganze Welt — 
auch ist's ein feines Tuch. 
2. Wechsel. 
„a—e" ist ein Geldstück aus früheren Tagen, 
„a—a" wird von Priester und Richter getragen. 
3. Zweierlei. 
Es ward mit ihm vordem die Frucht gemessen, 
Auch hat er aus dem Pegasus gesessen. 
6. Der B e r g m a n n. 
Tief in das „Wort" geht es hinab, 
Gar manchem ward es schon sein Grab. 
Wiewiel der Stunden wir da sind, 
Das findest leicht du und geschwind 
Nimmst du den Kopf dem Worte. 
7. Unsere Arbeit. 
Wir fahren in den „a" hinein, 
Tief, tief in unsere Erde 
Und schassen dort im Felsgestein, 
Und graben große Werte 
Umgeben nur vom Lampenlicht, 
Bis daß die „i" vorbei ist. — 
Begrüßen froh der Sonne Licht. — 
Wie man doch oben frei ist!
	        

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