Full text: 59.1931 (0059)

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Ottweiler: Im Graben. 
Zeichnung von Heinrich Schorr. 
säulenartig, oben ei¬ 
ne Vase tragend. — 
Jenseits des Süd¬ 
tores die Haupt- 
straß e, war 
früher die „V o r - 
stadt". Ihre Berg¬ 
seite zeigt noch Gie¬ 
belhäuser; an ihrem 
oberen Ende steht 
ein altes Patrizier¬ 
haus. Weiter liegt 
in der Vorstadt das 
alte „Witwen¬ 
palais", ein Bau 
Stengels für 
die verwitwete Für¬ 
stin Saarbrückens. 
Heute gehört es 
dem Kreise und 
hat die Sparkasse 
aufgenommen, die 
einen stilgerechten 
Erweiterungsbau 
z. Zt. ausführen 
läßt. — Seitwärts 
kündet die Straße 
„Im Herrengarten" 
von denr früher 
hier befindlichen 
Schloßpark. Sie 
führt zu dem „Pa¬ 
villon", denr frühe¬ 
ren Jagdschlößlein 
des Fürsten. Nahe¬ 
bei befinden sich die 
„Fabrik". Hier 
wurde „O t t w e i - 
ler Porzellan" 
in fiirstlicher Re¬ 
gie gefertigt, eigent¬ 
lich Steingut, von 
dem Knigge er¬ 
zählt, daß „der 
Fürst die Speisen 
in den Kasserollen 
von dieser Masse, 
in welchen sie ge¬ 
kocht worden, auf¬ 
tragen läßt". End¬ 
lich erhebt sich jen¬ 
seits der Blies, die 
durch die Stadt 
fließt, der jetzige 
Stadtteil Neu- 
Münster, der äl¬ 
teste Teil, um das 
früher dort stehende 
Kloster entstanden.
	        
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