Full text: 59.1931 (0059)

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Tie Volksschule in Jägersfreude. 
Die Schulen -er öergverwaltung. 
Bereits der preußische Bergfiskus hatte als 
Nebenanlagen der Gruben eine Reihe von Schu¬ 
len gegründet: für die noch nicht schulpflichtigen 
Bergmannskinder hatte er Kleinkinder¬ 
schulen eingerichtet; für die aus der Schule 
entlassenen Töchter der Bergleute bestanden 
Haushalt ungssch ulen, für die jugend¬ 
lichen Bergleute Werkschulen. Zur 
Ausbildung der im Betriebe notwendigen 
Steiger bestanden ebenfalls besondere staat¬ 
liche Schulen. 
Im Jahre 1920 hat nun die französische 
Bergverwaltung sämtliche bestehenden 
Schulen übernommen. Daneben hat sie 
noch eine Reihe anderer gegründet. 
Im folgenden wollen wir die einzelnen Schulen 
der Bergverwaltung, wie sie sich heute der Saar- 
jugend bieten, kurz betrachten. 
Da haben wir zunächst die 
Kleinkinderschulen. 
Die Aufgabe dieser Schulen besteht darin, die 
Kinder der Bergleute im vorschulpflichtigen Alter 
zu beaufsichtigen und sie in einer ihrer kind¬ 
lichen Natur entsprechenden Weise zu beschäftigen. 
Daneben leisten sie der werktätigen Bevölkerung 
auch noch insofern große Dienste, als sie die Kin¬ 
der vor den Gefahren der Straße behüten und die 
Mütter in ihrer Arbeit entlasten. 
Natürlich wird das Spiel in allererster Linie ge¬ 
pflegt — heißen sie doch darum landläufig „Spiel¬ 
schulen". — Aber die Lehrerin ist auch sonst in 
jeder Weise bemüht, den Geist der Kinder weiter 
zu bilden und durch Uebungen in spielender Form, 
wie dies der große Pädagoge 
Fröbel gelehrt, zu schulen; sie erklärt den 
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