Full text: 58.1930 (0058)

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von Teakholz. Sie zählte (1921) nicht weniger 
als 180 000 Einwohner, und C h o l o n, in Cochin- 
china, 5 lew östlich von Saigon, mit Reismühlen 
und Reisbrennereien, sowie sonstigen Fabriken, 
zählte sogar 217 000, davon rd. 114 000 Chinesen; 
und zu diesen Handelszentren kommen noch 
manche ändere Städte von wirtschaftlicher Bedeu¬ 
tung. 
Aber wenn wir jetzt das kulturelle Ge¬ 
biet berühren wollen, so gilt es vor allem 
noch eine Stadt zu nentten: Angkor, die 
Ruinenstadt, e i n st der Mittelpunkt, so¬ 
wohl in politischer wie religiöser 
Hknficht für C a m b o d g a, mit gewaltigen 
Resten der eigenartigen Baukunst der Khmer 
aus dem 11. bis 14. Jahrhundert, die, insbeson¬ 
dere die Pagode oder Angkor- oder auch 
N a k h o n - V'a t, noch ziemlich erhalten sind 
Diese Khmer waren die Vorväter der heutigen 
Cambodger. Schon früh hatten sie eine beachtens¬ 
werte Höhe der Zivilisation erlangt, wie uns die 
zahlreichen Ruinen im Lande bezeugen, Angkor 
an der Spitze. Man kann diese Monumente in 
drei Klassen einteilen: flache Gebäude mit kreis¬ 
förmigen Galerien, die sie konzentrisch umgeben, 
und weiterhin solche pyramidenförmigen Auf¬ 
baues mit einer Reihe von Stockwerken, und end¬ 
lich solche, die sich unter Mischung der beiden 
Formen ergeben haben. Bei allen ist ohne 
Unterschied das große Eingangstor der 
durch die Architektur betonte Hauptblickpunkt der 
Fassade, und oft nimmt diese Pforte eine ganze 
Seite eines Gebäudes ein. — Der große Tempel 
von Angkor (Angkor-Vat) zeigt geradezu gigan¬ 
tische Proportionen. Etagenförmig übereinander 
gelagerte Galerien, Portikusse, monumentale Frei¬ 
treppen, drei Terrassen und sieben Türme, un¬ 
zählige Säulen und mächtige, bis 150 m langen 
Steinbrücken, das alles bildet ein Ganzes, das über 
und über allerorts bedeckt ist mit Skulpturen und 
Inschriften. Die Architektur erinnert an die In¬ 
diens, zeigt aber im einzelnen neben brahmaisti- 
Tonktnefinnen auf dem Markt.
	        
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