Full text: 57.1929 (0057)

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Kompressoren mit 16000 ms pro Minute 
angesaugter Luft. An dem ausziehenden W ei¬ 
le r s ch a ch t I V hat ein elektrischer Monnet- 
Moynscher Ventilator von 3200 m' den 
alten Geislerschen Dampfventilator von 1250 mI. 3 
ersetzt. Endlich hat die Grube Dechen jetzt ihre 
eigene Wasserhaltung. Die Sumpf¬ 
strecke zwischen Dechen und Heinitz ist jetzt nur 
noch eine Hilfswasserstrecke. Zwei Zentrisugal- 
pumpen von 300 in" pro Stunde sind in der 
V. Sohle und eine solche soll in kurzer Zeit in 
der VI. Sohle aufgestellt werden. Die Grube 
Dechen kann nicht mehr als 2250 t bis 2300 t 
fördern, weil ihr Abbaufeld zu klein ist. 
-Schlußwort. 
Die Berginspektion VII mit ihren Nebenbetrieben 
sKokerei, Zentrale...) bildet ein sehr vollständiges 
und ein für Studien sehr interessantes Ganze. 
Wenn noch eine Fabrik für chemische Farbstoffe 
in Gang gesetzt würde, könnte man sagen, daß 
die geförderten Kohlen im Bereich der Inspek¬ 
tion VII alle bekannten industriellen Verwer¬ 
tungen erfahren. Die Inspektion VII ist ein sehr 
konzentrierter Betrieb, der ungefähr an der Grenze 
seiner Leistungsfähigkeit angelangt ist. Im Jahre 
1913 war ihre tägliche Förderung 5115 1, wäh¬ 
rend des Krieges zwischen 3600 t und 3400 t, im 
Jahre 1920 nur 3232 t und für die ersten drei 
Vierteljahre von 1927 5809 t. 
Jahr 
Förderung 
Belegschaft 
Bemerkungen 
pro Tag 
pro Tag 
1920 
3232 T. 
6.314 
1921 
3762 „ 
6.461 
1922 
4467 „ 
6.016 
1923 
4867 „ 
6.439 
1924 
5272 „ 
6.206 
1925 
4984 „ 
5.945 
1926 
5225 „ 
5.964 
1927 
5809 „ 
6.093 
(3 ersten Viertel¬ 
jahre) 
Mit den jetzigen Anlagen kann eine Förderung 
von täglich 6300 t erreicht werden, sofern ge¬ 
nügend Absatz gewährleistet ist. Die verfügbaren 
Kohlenmengen reichen noch für eine solche Förde¬ 
rung während mehrerer Jahrzehnte, aber die Zu¬ 
kunft der Inspektion ist notwendigerweise ziemlich 
begrenzt, weil die verschiedenen Flöze nur bis in 
eine Tiefe, die zwischen 400 und 600 Meter 
schwankt, abgebaut werden können, da die tieferen 
Verlängerungen der Fettkohlenflöze in das Abbau¬ 
feld der Berginspektion VI (Reden) fallen. 
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i-4 > 
Unser Ratender, 
I. Chronologische Charakteristik des Jahres 1929. 
Das gegenwärtige 1929. Jahr der ch r i st l i ch e n 
Zeitrechnung wird von Christi Geburt an gerechnet. 
Es ist ein Gemeinjahr von 366 Tagen oder 52 Wochen 
und 1 Tag und beginnt mit einem Dienstag. 
In Osteuropa ist noch der j u l i a n i s ch e Kalen¬ 
der in Gebrauch, während unser allgemein gebräuch¬ 
licher Kalender der gregorianische heißt. 
Diesen Namen trägt er zu Ehren des Papstes Gre- 
or XIII-, der ihn 1582 für die katholische Christen- 
eit einführte. Doch geht die Reform in Wirklichkeit 
zurück aus einen Antrag unseres Landsmannes 
Nikolaus Cusanus. Der aus Cues gegenüber 
Bernkastel stammende Kardinal war einer der ge¬ 
lehrtesten Leute seiner Zeit. Mit unserer Heimat ver¬ 
binden ihn enge Beziehungen, war er doch Ehren- 
pfarrherr von St. Wendel. — Er hatte den Reform¬ 
antrag bereits eineinhalb Jahrhundert vorher, näm¬ 
lich 1436, auf dem Baseler Konzil, gestellt. Die Ande^ 
rung selbst beruht auf Berechnungen des gelehrten 
Kalabreser Arztes Aloisio L i l i o. 
Die Juden haben ebenso wie die alten Griechen 
ein Jahr aus 12 Mond monaten von abwechselnd 
30 und 29 Tagen, und dazu nach der Reform durch 
Hillel (358 n. Chr.) in 19 Jahren 7 Schaltmonate, 
die als „Weadar", d. i. 2. Adar hinter dem 6. Monat 
Ador eingeschaltet werden. Sie zählen bekanntlich seit 
Erschaffung der Welt und haben demzufolge am 
15. September vorigen Jahres (1928) ihr 5989. Jahr 
begonnen, welches bis zum 4. Oktober (1929) dauert. 
Das^5990. Jahr läuft vom 5. Oktober 1929 bis 
22. September 1930 bürgerlicher Rechnung. 
II. Berechnung der Feste. 
n) Tafel der beweglichen christlichen Feste. 
Jahr 
Ostern 
Himmel¬ 
fahrt 
Pfingsten 
Fronleich¬ 
nam 
l. Advent 
1929 
31. März 
9. Mai 
19. Mai 
30. Mai 
1. Dez. 
1930 
20. April 
29. ,, 
8, Juni 
19. Juni 
30. Nov. 
1931 
14. 
24. Mai 
4. 
29. ,, 
1932 
27. März 
5. „ 
15. „ 
26. Mai 
27. „ 
1933 
16. April 
25. „ 
4. Juni 
1b. Juni 
3. Dez. 
1934 
1. „ 
10. „ 
20. Mai 
31. Mai 
2. „ 
1935 
21. „ 
30. 
9. Juni 
20. Juni 
1. 
1936 
12. „ 
21. ,, 
31. Mai 
11. ,, 
29. Nov. 
1937 
i 28. März 
6. 
16. 
27. Mat 
28. 
1938 
17. April 
26. „ 
5. Juni 
16. Juni 
27. .. 
1939 
9- „ 
18. .. 
28. Mai 
8. „ 
3. Dez. 
1940 
j 24. März 
2- 
12. „ 
23. Mai 
1. „
	        

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