Full text: 56.1928 (0056)

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Axt: Ä. Veflrs B. Tjmpamni dentatum C. Tjmjwnen ex fvß 
conflant D. Tjmpanum uijm infix* flint ßki* ferre* E. 
Abb. 6. Entwässerung mittels Schöpfkolbenkette. 
diesen geisterhaften Ulanen ine Gesellschaft Stablo 
drei Tage gewinnen lassen, die sie eifrigst benutzte, um 
ihre Haldenvorräte nach Saarlouis zu verschieben.) 
Da die Regie nicht viel ergab, entschloß sich die 
Pariser Regierung zu einer Verpachtung der Gruben 
auf die Dauer von neun Jahren an die Bürger 
L a s a I l e und Duquesnoh und chren Kom¬ 
pagnons „unter der Gesellschafts-Firma des Jean- 
Baptiste-Antoine E q u e r, Pensionär der Republik, 
wohnhaft zu Paris, Rue Neuve-des-Capucins, Nr. 138, 
Division Place Vendüme, hierbei anwesend und es 
annehmend, obgleich selbst an dem Unternehmen nicht 
interessiert, gegen jährlich 71.000 Livres. 
Die Gesellschaft Equer bestellte einen Generaldirek¬ 
tor mit dem Sitz in Saarbrücken. Dieser Direktor, 
Claude Savohe (Savoye senior) war unter dem alten 
Regime noch Direktor der Gesellschaft Leclerc & Joly 
in Nancy gewesen, welcher der Fürst Ludwig auf 
30 Jahre (beginnend 1784) „die Eisenhütte am Hal- 
berg, die Gießerei zu Fischbach und die Teiche, Lände¬ 
reien, Wiesen und Gärten, die dazu gehören", und 
desgleichen das Monopol der Kohlenausfuhr seiner 
Gruben nach Frankreich verpachtet hatte. Auch nach 
der Flucht des Fürsten war Savohe im Land geblieben 
und hatte die Leitung seines Eisenwerks, das schnell 
aus einer fürstlichen Domäne in eine solche der 
Nation verwandelt wurde, beibehalten. 
Claude Savoye war der richtige Mann 
für dies Unternehmen. Er, der Land 
und Leute kannte, auch beide Sprachen 
gut beherrschte, sicherte sich als erstes 
wieder die Mitarbeit von Knorzer und 
Eberhardt. 
Der .Pachtvertrag der Gesellschaft 
Equer stellte ein Monopol dar. 
Nichts war aber weniger nach dem Sinn 
der guten Saarländer, als ein solches 
Monopol zu respektieren. Hatten sie 
doch stets gegen das des Fürsten pro¬ 
testiert, und nachdem jener sein Land 
verlassen, betrachteten sie es als ihr 
gutes Recht, wieder selbst zu schürfen, 
wobei sie sich einmal auf den Eigen¬ 
tumsbegriff, zum anderen darauf stütz¬ 
ten, daß die Gesellschaft Equer zunächst 
keine Miene machte, von ihrem anfäng¬ 
lich noch nicht so sehr großen Ertrag 
auch noch „Berechtigungskohlen" zu 
geben. So kam es zum 
Zweiten Strauß mit den 
Schwalb achern. 
Die dortigen Bauern hatten die 
illegale Förderung trotz der Monopol- 
bestrmmungen lustig wieder aufgenom¬ 
men. Savoye erstattete Anzeige hei dem 
Oberämt St. Johann, das nachstehende 
Verfügung erließ: 
„Resolution bey Oberamt St. Johann, 
den 14ten April 1798. 
Rescribatur der Gemeinde Schwal- 
bach, das Fördern der Steinkohlen auf 
ihre eigene Rechnung bey 50 Rthler 
Strafe zu entlassen, welches Rescript be¬ 
sagter Gemeinde förmlich zu insinuieren 
ist, pro tacto remittatur gegenwärtiges dem Bürger 
Savoye." 
Unterschrieben: „Zinck". 
Insinuiert den 16ten April. 
unterschrieben: Smiedt, Amtsbott." 
Indes, die Gemeinde kümmerte sich darum eben¬ 
sowenig wie um einen späteren Beschluß des Friedens¬ 
richters in Lebach. Der nachstehende Brief des Stei- 
ers K i r ch b e r g (von der Staatsgrube zu Schwal¬ 
ach) an Knörzer gibt uns davon den Beweis und 
zeigt gleichzeitig, daß die Schwalbacher nicht ohne 
gute Freunde dastanden. Derselbe lautet: 
„Elm, den 2ten Floreal 
VItes Jahr 
Glück auf 
Herrn Hr Berg-Jnspector Knörzer! 
Am Freytag mittag brachte der Amtsbott von 
Lebach der Schwalbacyer Gemeinde daß Resolutum 
wegen den Verbot, des Kohlen Fördern der gemeinde 
Schwalbach auf ihre eigne Lehnung. Aber sie haben 
sich wenig daran gekehrt, sondern sie arbeiten und ver¬ 
kaufen wie vorher, sie haben wieder zwey Mann an-
	        

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