Full text: 56.1928 (0056)

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Düsseldorf: Natinger Tor am Hofgarten. 
rdliich schaute er mich an mit einem flehentlichen 
ab tiefen Blicke, und dann sank sein Haupt auf die 
rommel. 
Monsieur Le Grand hat in seinem Leben nie mehr 
rtrommelt. Auch seine Trommel hat nie mehr einen 
Ton von sich gegeben; sie sollte keinem Feinde der 
Freiheit zu einem servilen Zapfenstreiche dienen. Ich 
hatte den letzten flehenden Blick Le Grand's ver¬ 
standen : ich zog den Degen aus meinem Stock und 
zerstach die Trommel. 
Sehnsucht nach dem schein. 
So manchmal in der fremden Stadt 
Muß stumm ich meiner Heimat denken, 
Ein Wellenschlag, ein Slick, ein Klang — 
Wer kann den Strom mir wiederschenken? 
Der Tag vergeht, die Nacht steigt aus, - 
Zch möchte gern nach Hause gehen, 
Mit allem Leid und all dem Glück 
Än meines Vaters Haustür stehen 
And sagen: Du, mein Weg ist aus! — 
Und keiner würde dann noch fragen. 
Die Mutter hielt mein Seit bereit 
Und würde alles mit mir tragen. 
Die stehen Serge hielten Wacht, 
Und alles wär' ein Traum gewesen 
Uur Eine stand' an meinem Seit 
Und wüßte lies, ich sei genesen. 
Heinrich Zerkauten.
	        
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