Full text : 53.1925 (0053)

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nur  die  Zeit  annimmt,  von  wann  der  Nebel  sich  bis
zur  Neptunbahn  erstreckte,  genügend  gewesen  wäre,
um  während  18  Millionen  Jahren  die  heutige  gewaltige
  Sonnenausstrahlung  bestehen  zu  lassen.
Sobald  die  Dichte  des  gebildeten  Sternes  so  groß
geworden  ist,  daß  die  Arbeit  des  Zusammenziehens
nicht  mehr  zur  Wirkung  kommt,  ermäßigt  sich  die
Sternenteniperatur  bis  zu  dem  Zeitpunkt,  an  dem  der
Stern  aufhört,  Lichtstrahlen  auszusenden.  Dann
schwimmt  der  Stern  unsichtbar  und  vereist  im  Raume,
während  andere  Nebel  neue  Sonnen  gebären.
In  dem  Spektrum,  das  an  Stelle  des  weißen  Lichts
der  Sterne  alle  Farben  des  Regenbogens  zeigt,  kennzeichnen
  die  kleinen  schwarzen  Striche  durch  ihre  Lage
die  verschiedenen  chemischen  Elemente.  Man  sinder
nun  im  Sternenspektrum  von  jeher  dieselben  Elemente.
  Die  gleiche  Atomzusammensetzung  existiert  also
in:  ganzen  Universum,  was  dre  Einheit  der  matcriellen
  Welt  glänzend  beweist.  Jedoch  konstatiert  man
in  den  Spektren  verschiedener  Sterne  Abweichungen,
die  eine  besondere  Erklärung  erfordern.  Mancye
Sterne  zeigen  die  Linien  der  Metalle  fast  gar  nicht,
dafür  aber  solche  für  Wasserstoff  und  Helium.  Das
Helium  wurde  1869  in  der  Sonnenatmosphäre  entdeckt;
  26  Jahre  später  wurde  es  erst  auf  der  Erde
gefunden.  Bei  anderen  Sternen  sind  die  Heliumlinien
nicht  so  stark,  dafür  treten  aber  die  Wasserstofflinien
stärker  hervor.  Man  schließt  daraus,  daß  der  größere
Teil  der  Atmosphäre  aus  Wasserstoff  besteht.  Hierbei
sind  auch  die  Metallinien  viel  zahlreicher  und  klarer
als  bei  der  vorher  genannten  Gruppe.  Eine  dritte
Gruppe,  zu  der  unsere  Sonne  gehört,  zeigt  gerade  die
Metallinien  in  starkem  und  reichem  Maße.  Schließlich
ist  noch  eine  letzte  Kategorie  zu  nennen,  die  Sterne
mit  rotem  Licht,  bei  denen  die  Metallinien  noch  viel
ausgeprägter  sind,  und  wobei  auch  Linien  von  zusammengesetzten
  Körpern,  namentlich  Metalloxydön
und  Chanverbindungen  Vorkommen.  Je  weiter  man
also  von  den  jüngsten  Sternen  bis  zu  solchen  mit
Chanverbindungen  fortschreitet,  um  so  mehr  vergrößert
  sich  die  Zahl  und  verwickelt  sich  die  chemische
Zusammensetzung  der  Elemente  und  Elementverbindungen.
  Der  Engländer  Sir  Norman  Lockher  war  der
erste,  der  diese  Verschiedenheiten  durch  die  abweichende
Temperatur  der  Sterne  erklärt  hat.  Durch  Experimente
  wies  er  nach,  daß  das  Spektrum  desselben
Stoffes  charakteristische  Abänderungen  zeigt,  wenn
man  ihn  verschieden  heißen  Temperaturen  aussetzt.
Daraus  zog  Lockher  den  kühnen  Schluß,  daß  sich  die
Elemente  in  immer  einfachere  Stoffe  zerlegen,  je
höher  ihre  Temperatur  ist.  Auf  anderem  Wege  ist  der
Forscher  Saha  zum  gleichen  Resultat  gelangt,  und
die  Entdeckung  der  Radiumstrahlungen  hat  der
Theorie  von  Lockher  eine  große  Wahrscheinlichkeit  gegeben.
  Das  Dogma  von  der  Unveränderlichkeit  der
chemischen  Elemente  ist  dadurch  stark  erschüttert,  der
Traum  der  mittelalterlichen  Alchymisten,  die  damals
schon  leichte  Atome  in  schwerere  und  wertvollere  verwandeln
  wollten,  ist  der  Erfüllung  näher  gerückt,
wenn  auch  die  jetzigen  irdischen  Kräfte  noch  keineswegs
  genügen,  die  unermeßlichen  kosmischen  Wirkungen
  nachzumachen.
Tie  Erhitzung  der  Sterne  durch  die  Konzentration
geht  natürlich  nur  bis  zu  einer  gewissen  Grenze,  die
dann  erreicht  sein  muß,  wenn  die  durch  die  Zusammenziehung
  erzeugte  Hitze  schwächer  wird,  als  die
Ausstrahlung  von  Warme  in  den  Raum.  Von  da  ab

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Stcrnen-Temperaturen

im  Vergleich
-uneinigen  irdischen
Temperaturgraden.

Die  Temperaturen
  sind  in  absoluien
  Graden  ausgedrückt,
  die  die
Grade  des  hundertteiligen
  Thermometers
  vermehrt
um  273"  darstellen.
Dieser  absolute
Nullpunkt(-273°C,>
ist  die  Grenztemperatur,
  bei  den,
das  Volumen  der
Gase  auf  0  reduziert
  sein  würde.

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