Full text: 49.1921 (0049)

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Neuere Wohnungssürsorge der Bergverwaltung im Saargebiet. 
Der Weltkrieg mit seinen verderblichen Fol¬ 
gen hat allerorts die Wohnungsproduktion ins 
Stocken gebracht, sodaß heute nicht nur diejenigen 
Wohnungen fehlen, die seit 1914 normalerweise 
hätten errichtet werden sollen, sondern auch der 
Ersatz der unbrauchbar gewordenen oder Zu 
anderen Zwecken verwandten Wohnungen ist unter¬ 
blieben und hilft die Wohnungsnot in manchen 
Ortschaften bis zur Unerträglichkeit vergröbern. 
Wenn auch die Wohnungsnot eigentlich überall, in 
störten Zechen, kann wegen der gesunkenen Lei¬ 
stungsfähigkeit und der verminderten Arbeits¬ 
zeit nur durch eine rasche Vermehrung der Be¬ 
legschaften gemildert werden. Für diesen Zu¬ 
wachs der Belegschaft ist Unterkunft zu schaffen, 
da die Leistungsfähigkeit und die Gesundheits- 
Verhältnisse der in dürftigen Unterkunftsoer- 
hältniffen befindlichen Arbeiter im Allgemeinen 
geringer ist als sonst. 
Die französische Bergverwaltung hat auch 
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Bild 1: Bauplan eines Arbeitermiethanses der Bergverwaltung im Saargebiet. 
allen Ländern und in allen Ortschaften, fühlbar 
ist, so' leidet natürlich ein Industriebezirk wie das 
Saargebiet noch mehr darunter, da hier sowohl 
die starkanwachsenden Belegschaften als auch der 
Zuzug von außerhalb, infolge der veränderten 
Lage des Saargebiets, gapz eigenartige Ver¬ 
hältnisse schaffen müssen. 
Die Welrnot an kohlen, die in Frankreich be¬ 
sonders fühlbar ist wegen der Stillegung eines 
großen Teiles der durch Knegshandlnngen zer- 
gleich bei Uebernahme der Gruben im Äanuar 
1920 diesem damals schon vorhandenen Uebel- 
stand ihr schärfstes Augenmerk zugewandt und 
unter Einsatz aller Kräfte in kürzester Frist ein 
vorläufiges Bauprogramm entworfen und heute 
schon zum Teil durchgeführt, das geeignet ist, 
die Wohnutlgsnot unter den Saarbergleuten, wenn 
auch nicht ganz zu beheben, so doch zu mildern, 
trotzdem das erste Betrkebsjahr mit seiner außer¬ 
gewöhnliche Anforderungen stellenden Umstellung
	        
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