Full text: 49.1921 (0049)

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| vie leitenden Personen -es Saarbrücker Bergbaues. I 
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it bcm Abschluß des Friedensvertrages 
von Veilmlles ging das Eigentum 
er Steinkohlenbergwerke an d r 
Saar, als E >atz für die zeistö-t n 
Gruben im N rden Frankreichs, am 10. Januar 
1920 an den französischen Staat über. Unsere 
Steink blenbergwerke sin bekanntlich ras Rück¬ 
grat des ganzen Wirtschaftslebens im Saargebiet 
uno von rem Blühen um Gedeihen des Stem- 
kvhlenbe gbaues hängt mehr 
oder minder das Wahl und 
Wehe der gesamten Bevöl¬ 
kerung in hohem Maße ab. 
S mit hat eigentlich Jeder¬ 
mann im SaargTuet ein 
starkes Interesse an einer 
wohlgeordneten und z el¬ 
bewußten Verwaltung der 
jetzt französischen Gruben. 
Wenn ivir daher in ge- 
diängter F rm im dies¬ 
jährigen Bergmanuskalender 
unseren Lesern die jetzigen 
leitenden Pers. nen des Saar¬ 
bergbaues in Wort unb Bild 
vor Augen führen, so hoffen 
wir der Wißbegier unserer 
Bergleute entgegenzukom¬ 
men, denen daran liegen 
muß, die Männer der neu- n 
Verwaltung näher kennen 
zu lernen und zu erfahren, 
von wem hre Arbeitsbeding¬ 
ungen in erster Linie be¬ 
stimmt werden. 
Ueber der im Saarbrücker Bezirk fungierenden 
Be ave, Wallung, deren Zusammensetzung am Ende 
unseres Kalenders in allen Einzelheiten ersichtlich 
ist, steht der 
Concil d’A dministration Provisoire 
des Mines de la Surre (Verwaltungsrat) 
zu Paris, 
dem Frankreich in Herrn Arthur Fontaine als 
Präsident eine würdige Sp.tze gegeben hat, dessen 
Name nicht nur in Frankreich, sondern auch im 
Auslande einen hervorragenden Klang hat. Ge¬ 
boren am 3.11.1800 zu Paris, besuchte Herr 
Fontaine die Ecole Polytechnique und später 
die Bergakademie zu Paris. Im Alter von 
31 Jahren als Sektionschef des neu gegründeten 
Arbeitsamtes ins Handelsministerium berufen, 
wurde Herr Fontaine im Jahre 1900 zum Di¬ 
rektor in diesem Ministerium ernannt, welchen 
Posten er 20 Jahre lang 
mit unermüdlichem Eifer und 
anerkanntem Erfolge in einer 
ungemein vielseitigen Tätig¬ 
keit zum Wohle der fran¬ 
zösischen Arbeiterschaft ver¬ 
sehen hat. Wenn man erfährt, 
daß Her Fontaine nicht nur 
Präsident des der Bergver^ 
waltung nahestehenden Ver¬ 
waltungsrates, sondern auch 
des „Conseil de Réseau 
des Chemins de fer de 
PEtat français“ (Eisen- 
bahnverwaltungsrat) und 
ferner — was alle Länder 
interessiert — des Verwal¬ 
tungsrats des „Bureau 
International du Tra¬ 
vail“ (Internationales Ar¬ 
beitsamt) zu Genf ist, so 
ersieht man gerade aus dem 
letztgenannten Amte die Be¬ 
deutung des mit der Saar¬ 
bergverwaltung eng verbun¬ 
denen Mannes, auch wenn 
man seine weiteren Aemter als Generalinspektor 
I. Kl. des „i orps des Mines“ (Bergkorps) und 
als onseiller d’b.tat en service extraordi¬ 
naire“ (Staatsrat) unberücksichtigt läßt. Ein 
arbeitsreiches Leben liegt hinter Herrn Fontaine, 
dessen Erfolge durch die Ernennung zum tttroß- 
Oifizier der Ehrenlegion ausgezeichnet 
wurden. In der Hauptsache war bisher seine 
Tätigkeit den Fragen der Arbeitsregelung und 
tnr Lage der Arbeiter gewidmet, deren französische 
ARTHUR FONTAINE 
Président du Conseil ^Administration.
	        
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