Full text: 44.1916 (0044)

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Unsere Feinde haben oft genug in unver¬ 
hüllter Weise die Vernichtung der militärischen 
und politischen Macht des Deutschen Reiches, 
ja die Auslöschung der gesamten Hohenzollern- 
herrschast als ihr heiß ersehntes Kriegsziel hin¬ 
gestellt. Ein merkwürdiges Spiel der Ironie 
der Weltgeschichte will es, daß gerade zu der 
Zeit, da die Ohnmacht unserer Feinde in Ost 
und West am kläglichsten in die Erscheinung 
tritt, die Hohenzollerndynastie das seltene 
Jubelfest des fünfhundertjährigen Be¬ 
stehens feiert. Wo ist aus der ganzen weiten 
Erde eine Fürstenherrschaft, die sich einer- 
gleichen stolzen Tatiache rühmen darf! Mit 
grimmem Neide werderr unsere Feinde sich ge¬ 
rade jetzt dieser Tatsache erinnern, soweit sie es 
nicht vorziehen, sie gänzlich zu verschweigen. 
Wir aber freuen uns dieses hochsinnigen, tat¬ 
kräftigen Fürstengeschlechts, unter dessen ziel¬ 
bewußter Führung die kleine verachtete Mark 
Brandenburg, einst ein schwaches Reis, sich 
entwickelt hat zu der mächtigen Rieseneiche, die 
schirmend ihre Äste und Zweige über alle 
Gauen des Vaterlandes breitet. Möge die 
ruhmreiche Hohenzollerndynastie auch in dem 
nun beginnenden zweiten halben Jahrtausend 
immerdar sein und bleiben: der Schutz der 
Bedrängten, der Förderer von Kultur, 
Kunst und Volkswohlfahrt und — der 
Schrecken unserer Feinde! 
In diesen: Sinne soll voll Jubel und Be 
geisterung der alte Wahr- und Schlachtruf 
dieses Fürstengeschlechtes von unsern Lippen 
ertönen: „Hie guet Zollern allerwege!" 
Mg doch und immer höher, deutscher Har! 
Wie Rdlerraufchen braust's in allen Landen — 
Urväterweisheitsworte werden wahr: 
AIs sie das Joch Dir um die Schultern wanden, 
Als Hast und Mißgunst Dir die Schlingen banden, 
Stark, wie der Sturmwind, bist Du auferstanden. 
Ein Volk, geeint in Not und in Gefahr! 
Der Briten Scheelsucht wird die Flotte lähmen. 
Die furchtlos an der Insel Rüste dringt. 
Der Rüsten Tierheit wird das Schwert bezähmen» 
Und Frankreichs Enkel mögen sich noch grämen. 
Wenn man das Lied vom deutschen Eisen singt. 
Nichts ist zu kühn. zu fern für unsre Ehre — 
Hell steht und leuchtend die erwählte Schar: 
Daß sich der Kampf in Sieg und Heil uns kehre. 
Ein Sinnbild uns, den Feinden bittre Lehre, 
Nicht achte Todesschmerz und Todesfchwere — 
Flieg hoch und immer höher, deutscher Rar! 
Banna KabewarfjEr.
	        
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