Full text: 43.1915 (0043)

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Ventilator und dem Gasmesser zwei 
Öltransformatoren und die erforder¬ 
lichen Schalteinrichtungen untergebracht 
(Abbild. 8). Der von der elektrischen 
Zentrale der Grube König mit 1000 Volt 
Spannung gelieferte Drehstrom kann 
hier auf 5000, 2000, 1000, 550, 220 und 
110 Volt, der aus der Lichtleitung ent¬ 
nommene Gleichstrom auf 220 und 110 
Volt, d. h. auf alle im normalen Gruben¬ 
betrieb vorkommenden Spannungen, 
transformiert werden. 
Bei der Prüfung der Maschinen 
handelt es sich im wesentlichen um die 
Feststellung, ob die Gehäuse und Kap¬ 
selungen genügen, um den Durchschlag 
einer' im Innern infolge der Funken¬ 
bildung auftretenden Schlagwetterex¬ 
plosion nach außen mit Sicherheit zu 
verhindern. 
Die vorstehenden Ausführungen haben 
gezeigt, daß die Versuchsstrecke dazu 
bestimmt ist, durch ihre mannigfachen 
Arbeiten auf den verschiedensten Gebieten 
auf Verbesserung der gefährlichen 
Betriebsmittel hinzuwirken und 
so die Sicherheit des Bergbaues im Interesse 
unserer Saargruben und Bergleute ständi 
zu erhöhen. In diesem Zusammenhang möge au 
Abh. 7. Explosionskammer für Maschinenprüfuugen. 
nicht unerwähnt bleiben, daß in der Versuchsstrecke 
u. a. auch Belehrungen der Bergleute in der 
Schlagwettergefahr vorgenommen werden. 
Abb. 8. Transformatorenraum. 
^ Tie Rohförderung der staatliche» 
Saargruben hat im Jahre 1913 zum erste» 
Male 13 Millionen Tonnen betragen 
und ist im Etatsjahre 1913 sogar schon auf 
13103136 Tonnen gestiegen. Über die Ent¬ 
wickelung der Förderung und über 
das Anwachsen derZahl derArbeiter 
der Saarbrücker Steinkohlenbergwerke gibt 
nachstehende Tabelle Aufschluß. 
Kalender¬ 
jahr 
Rohfvrd erring 
t 
Gesamtzahl der 
Arbeiter einschl. 
Nebenbetrtebe 
1816 
100 320 
917 
1820 
101 337 
847 
1840 
382 453 
2 489 
1860 
1 955 961 
12 159 
1880 
5 211 389 
22 918 
1890 
6 212 540 
28 928 
i960 
9 397 253 
40 546 
1910 
10 823 483 
52768 
1911 
11 458 920 
52173 ■ 
1912 
12 461 963 
50 498 
1913 
13 071 982 
51 325 
Wer selbst sich nie geholfen hat. 
Der weist auch andern keinen Rat. 
^ Tie einzelnen Saarbrücker Staatsgrubeu. Auf der 
Magerkohlenparrie des Saarreviers bauen die siskalischen 
Gruben Kronprinz (Ensdorf), Dilsburg und Göttelborn. Auf 
der oberen Flammkohlenpartie bauen die fiskalischen 
Gruben Gerhard (Schachtanlag, n Viktoria und Josefaschacht), 
Bon der Heydt, Göttelborn, Reden mit Jtzenpiitz und von 
König die Anlage Kohlwald. Außerdem liegt die bayerische 
Privatgrube Frankenholz aus diesem Flözzuge. Für die untere 
Flammkohlenpartie kommen die fiskalischen Gruben Serlo 
(Louisenthal), Jagersfreude (Dudweiler), Burbachstollen und 
spater im oberen Teile der Steinbachtalschacht der Grube Von 
der Heydt, Friedrichsthal, Reden und Kohlwald in Betracht. 
Auf der Fettkohlenpartie bauen die fiskalischen Gruben 
Velsen, Louisenthal (Delbrückschächte und Richardschacht), 
Jägersfreude, Dudweiler, Sulzbach. Altenwald, Rede», 
Heinitz, Dechen, König, Wellesweiler, Camphausen, Brefeld, 
Maybnch und später noch Von der Heydt (Steinbachtalschachtl 
und Kohlwald. Auch die bayerischen Staatsgruben St. Ingber! 
und Mittelbexbach liegen auf diesem Flözzuge. Tie Größe des 
Saarbrücker Steinkohlengebietes "beträgt 110923 ba, 
was einer Fläche von 443692 Morgen entspricht. Innerhalb 
dieses Feldes liegen neben den fiskalischen Gruben noch die 
privaten Steinkohlengruben Hostenbach und die fast durchweg 
stillgelegten kleineren Gruben Labach (bet Saarwelltngen), Asch¬ 
bach, Marpingen, Urexweiler, Mainzweiler und Dörrenbach. 
Der Kohlenreichtum im fiskalischen Berechtigungsfelde wird auf 
etwa 6 Milliarden Tonnen berechnet.
	        

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