Full text: 41.1913 (0041)

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Neben der Zentrale ist das Kesselhaus, 
(Bild 3) in welchem 6 Graßwasserraumkessel 
montiert sind: die Keffelkvhlen werden aus der 
Aufbereitungs¬ 
anlage mittelst 
Kettenförderung 
überBrücken nach 
denKesfelbunkern 
geschafft; aus 
diesen Bunkern 
läuft die Kohle 
durch Förder¬ 
rinnen den auto¬ 
matischen Feuer¬ 
ungen zu. 
Wir wollen 
noch das Gebäude 
links vom Ein¬ 
gang erwähnen, 
in welchem die 
Schmiede- und 
Schreinerwerk¬ 
stätten und das 
Magazin unter¬ 
gebracht find. 
Die Förder¬ 
ung der im Jahre 
1904 angelegten 
Anlage beträgt jetzt 1600 t pro Tag bei einer 
Belegschaft von 1700 Mann und ist in stetigem 
Wachsen begriffen. 
Ein großer Teil der Belegschaft des Simon- 
schachtes wohnt in dem nahegelegenen 
Stieringen-Wendel. Hier hat die Firma über 
500 Arbeiterwohnungen und läßt noch weitere 
Häuser, meistens Zweifamilien-Wohnungen er¬ 
bauen ; ein Teil der auswärtigen Arbeiter findet 
in den 2 Schlafhäufern Unterkunft; diese haben 
elektrische Beleuchtung, Zentralheizung und 
Gedeckte Mannschaftsbrücke, welche zur Schachthalle und Hängebank füfjrt. 
Warmwasserbereitung; Eß- und Lesesäle, sowie 
eine Küche zum Selbstkochen der Speisen, stehen 
den Leuten zur Verfügung. Die abgebildeten 
Bauwerke hervorragender Konstruktion der ver 
schiedenen Gebiete des Eisenhochbaues sind von 
unseren rühmlichst bekannten Eisenhoch und 
Brückenbauwerken B. Sei d ert in Saarbrücken 
ausgeführt worden. 
^ Die Saarbrücker Kgl. Steinkohlenbergwerke haben fett 
ihrem Bestehen bis einschl. Etatsfahr 191t gefördert und tleber- 
schutz erzielt: 
Name 
des Steinkohlen¬ 
bergwerks 
1-- 
® 
Förder¬ 
ung 
t 
Uebel'; 
schuß 
Mk. 
Bemerkungen 
Berginspektion. 
i. Kronprinz . 
?*) 
21 794137 
26359340 
Die Zahlen 
aelten seil 183! 
II. Gerhard . . 
1816 
42 919877*) 
110992614**) 
*> 1830 **) 181» 
1H. v. d. Heydt . 
1853 
27 520609 
57106510 
IV. Tudwetler . 
1816 
39003 501 
42315618 
V Sulzbach . . 
1861 
34413462 
65176123 
VI. Reden . . . 
1822 
40598295*) 
60607721**) 
*) 1816 **) 1822 
VH. Heinitz . . . 
1847 
51362950 
137 589 705 
VIiI. König . . . 
1779 
34142955 
65986 306 
seit 1815 
IX. Frtedrichsthal 
1817 
26 181272 
27 524364 
X. Göttelborn 
1887 
7 512110 
4392754 
XI. Camphausen 
1871 
16819477 
26034 777 
XIl. Fürstenhausen 
1908 
995479 
1192911 
Summe. 
343264124 
612392 921 
*) Gründungsjahr nicht bekannt. «schwalbach und die setz; 
stillgelegte Grube Gleislautern bestanden schon im 18 Jahrhundert, 
Das stiiltoiiiobilwesen in Deutschland. Nach einer Ver¬ 
öffentlichung des Statistischen Amtes waren am 1. Januar 1912 
im Deutschen Reich 7CM>06 Kraftfahrzeuge, uno zwar 63162 Per¬ 
sonen- und 6814 Lastkraftwagen vorhanden. Gegenüber der 
ersten Zählung am i. Januar 1907 bedeutet dies eine Zunahme 
der Gesamtzahl um 42980 Stück, alio um das 2'/efache. Brach 
tenswert ist hierbei, daß die Zahl der Krafträder, die bei der 
ersten Zähtu"g etwa der Gesamtzahl ausmachten, in diesem 
Jahre nur noch etwas mehr als l/4 betrug. Ein ferneres Kenn¬ 
zeichen ist die Tatsache, daß dm schweren Personenwagen eine 
viel größere Zunahme erfuhren als die leichten, und zwar ist die 
Zahl der Wagen mit über 40 PS gegenüber 1907 um etwa 
24mal größer geworden. Von den Perwnrii-Kraftwagen dienten 
für Vergnügttngs- und Sportzwecke 23350, für Zwecke des 
Handels und Gewerbes 22 942, für besondere Berufszwecke 7084, 
für öffentlichen Verkehr 5262, im Dienste öffentlicher Behörde» 
701, für Zwecke land und forstwiritchasllichcr Betriebe 862, 
für Probefahrten 3261. Bon den Lastkraftwagen dienten im 
Handel und Gewerbe 8034, im Dienste öffenllicher Behörden, 
in land- und forstwirtschaftlichem Betriebe, sowie für sonstige 
Zwecke 815. Außerdem waren zu Probefahrten 1298 Fahrzeuge 
vorhanden. Hierzu treten noch 187 Laslkraflräder, sodatz die 
Gesamtzahl der Lastkraftwagen 6344 beträgt. 
Blutflecke entfernt man durch Auftröpseln von Eau de 
Jaoelle (Apotheke!) und sofort mtt Wasser abgespült, oder durch 
«orgiameS Betröpfeln mit Salzsäure, welche sofort mit Wasser 
und Seife nachgewaschcn werden muß.
	        
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