Full text: 40.1912 (0040)

Mauerflächen wirkungsvoll von dem grünen Heranschaffen Verletzter und Schwerkranker zu 
Wald abheben, bietet' mit ihrer Umgebung ein erleichtern, ist eine neue Zufahrtstraße angelegt 
anmutiges Landschaftsbild, und der' Beschauer worden, welche das Fischbachtal aus einem hohen 
hat insbesondere von den 
Krankenzimmern und ge¬ 
räumigen Liegehallen aus, 
fast nach allen Seiten eine 
liebliche und ansprechende 
Aussicht vor Augen. Für 
die Wahl des Platzes war 
der Gedankengang ma߬ 
gebend, vornehmlich die 
überfüllten Knappschafts¬ 
Krankenhäuser in Sulzbach 
und Völklingen durch Ab¬ 
trennung der Fisch bach¬ 
gruben und der Grube 
V. d. Hepdt zu entlasten 
und den Bergleuten, die 
infolge Erkrankung der 
Atmungsorgane, insbeson¬ 
dere der Lunge, wirksam 
behandelt werden sollen, 
eine eigene Heilstätte in 
geschützter, freundlicher, 
sonniger Lage, mit mög¬ 
lichst staubfreier Luft, in 
der Nähe großer Wal¬ 
dungen zu schaffen. Saal für mediko-mechanische Behandlung. 
Das Gelände wurde 
vom Forstfiskus zu angemessenem Preise er¬ 
worben und der Besitz durch Hinzukauf eines 
mit Buchenwald be¬ 
standenen, 5,9 Hektar 
großen Stückes süd¬ 
östlich der Straße 
Fischbach-Quierschied 
erweitert. Die Größe 
des Bauplatzes ge¬ 
stattete, die einzelnen 
Gebäude in zweckent¬ 
sprechender Weise an¬ 
zuordnen, genügend 
Raum für Garten- 
anlagen, Obst- und 
Genlüsegärten zu ge¬ 
winnen und in den 
vorhandenen park¬ 
artig zugerichteten 
Waldteilen Spazier¬ 
wege anzulegen und Sitzbänke in genügender 
Anzahl aufzustellen. Um eine möglichst bequeme 
Verbindung mit den beiden Bahnhöfen Camp¬ 
hausen und Brefeld zu erreichen und fo das 
Duschbad 
Damm rnit zwei umfangreichen Brücken über 
Fisch- und Mittelbach durchschneidet. 
Die Aufstellung der 
Pläne und Kosten¬ 
anschläge, sowie die 
Leitung des Baues 
wurden dem Landbau¬ 
inspektor Abel in 
Saarbrücken süb er¬ 
tragen. 
Die Bauarbeiten 
begannen 1907, und 
zwar wurde in diesem 
Jahre das Pförtner¬ 
haus, in dem während 
der Bauzeit die Ge¬ 
schäftszimmer der 
Bauleitung unterge¬ 
bracht waren, fertig¬ 
gestellt. Ferner waren 
gleich zu Anfang umfangreiche Wegebauten und 
Erdarbeiten nötig, um am Berghang Platz 
für das 134 Meter lange Hauptgebäude zu 
gewinnen.
	        

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