Full text: 33.1905 (0033)

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^ Stein- nnd Braunkohlenberaban 
tnter Zugrundelegung der amtlichen Statistik be¬ 
läuft sich die jährliche Weltproduktion an 
Kohlen mit Einschluß der Braunkohleu auf etwa 
790 Millionen Tonnen. Ju nachstehender Auf¬ 
stellung seien die auf die einzelnen Gewinnungsländer 
im Jahre 1903 entfallenden Mengen wiedergegeben. 
Dabei ist zu bemerken, daß es sich bei den Ziffern für 
1903 durchweg um die vorläufigen Zahlen handelt 
die immerhin noch einer Korrektur unterliegen werden, 
und sodann, daß in der Aufstellung für die Vereinigten 
Staaten von Amerika und für Großbritannien und 
seine Kolonien die Lougtonne mit 2240 engl. Pfund, 
für die übrigen Länder dagegen die metrische Tonne 
mit 2204 engl. Pfund in Ansatz gebracht sind. Es 
produzierten: 
Die Vereinigten Staaten von Amerika 275 425000 Tonnen 
Großbritannien 229672000 
Deutschland (Steinkohlen) . 116629000 
„ (Braunkohlen) . 45897 OOO 
Frankreich . . 29861000 
Belgien 23486000 
Oesterreich-Ungarn (inkl. Braunkohlen) 31041000 
Rußland 20059000 
Japan 8486000 
Für die Prodnktionsländer geringerer Bedeutung, 
wie Schweden, Spanien, Italien usw. liege» die 
Ziffer» für 1903 noch nicht vor. Über die Kohlen¬ 
erzeugung der britischen Kolonien gibt folgende 
Tabelle Auskunft: 
Ostindien 
7 624000 Tonnen 
Neu-Sud-Wales 
6840000 
Kanada 
7761000 
Neu-Seeland 
1624000 
Natal 
1069000 
Viktoria 
314000 
Kapkolonie 
199000 
Westauktralien 
176000 
Queensland 
684000 
Tasmanien 
89000 
Nach diesen Ziffern stellen die Vereinigten Staaten 
und Großbritannien zusammen 7S"”*/t der Welter¬ 
zeugung dar. Hinsichtlich der erzeugten Mengen be¬ 
haupten die Vereinigten Staaten schon seit 1899 
den ersten Platz, in bezug auf den Wert der Pro¬ 
duktion steht dagegen Großbritannien bei weitem 
an erster Stelle. — Die Zahl der im Kohlenbergbau 
beschäftigten Arbeiter betrug in der nordamerikanischen 
Union 529347, in Großbritannien 814433, in Deutsch¬ 
land 466 756, in Frankreich 162964, in Belgien 137721. 
Hiernach stellte sich die von den einzelnen Arbeitern 
durchschnittlich geförderte Kohlenmenge auf 524 Tonnen 
in den Vereinigten Staaten, 282 Tonnen in Gro߬ 
britannien, 256 Tonnen in Deuschland, 197 Tonnen 
in Frankreich und 169 Tonnen in Belgien. Die auf 
den einzelnen Arbeiter entfallende produktive Leistung 
ist daher in der Union bei weitem am größten, einer¬ 
seits wegen des Gebrauchs außerordentlich leistungs¬ 
fähiger Maschinen, anderseits auch wegen der ge¬ 
ringeren Teufen. - 
Die nachfolgenden, nach der „Zeitschrift für Berg-, 
Hütten- und Salinenwesen" bezw. nach den vorläufigen 
Mitteilungen der Vierteljahreshefte zur Statistik des 
Deutschen Reiches aufgestellten Zusammenstellungen mögen 
ein genaueres Bild von unserem deutschen Stein- 
und Braunkohlenbergbau darbieten: 
a) Steinkohlenproduktion 
im Deutschen Reiche 
int Jahre 1903,*) 
Preußen 
. 108800376 Tonnen, 
Bayern 
. . 1356657 
Sachsen 
. . 4693133 
Elsaß-Lothringen .... 
. . 1583365 
Übrige deutsche Staaten. 
. . 195327 
Summe Deutsches Reich 116628758 Tonnen. 
l>) Brnnnkohlenprodnktion 
im Deutschen Reiche 
im Jahre 1903.*) 
Preußen 
38541682 Tonnen, 
Bayern 
. . 25189 
Sachsen 
. . 1837584 
Hessen 
. . 351057 
Braunschweig 
. . 1428067 
Sachseu-Altenburg . . . 
. . 2274646 
Anhalt 
Übrige deutsche Staaten 
. . 61646 
Summe Deutsches 
Reich 46896566 Tonnen. 
*) Nach den vorläufigen Ermittelnngen. 
c) Stein- und Braunkohlenproüukiion int preuß. Staate, Zahl der Werke und Stärke der Belegschaft im Jahre 1903**). 
Werbergarntsöezirk 
Z 
rteinkohlenderghan 
DrannKahlenhergbau 
Zahl 
der 
Werke*) 
Belegschaft 
Mann 
Förderung 
Tonnen 
Zahl 
der 
Werke. *) 
Belegschaft 
Mann 
Förderung 
Tonnen 
Breslau 
71 
110114 
30 185 327 
32 
1 904 
938 365 
Halle 
1 
38 
8 057 
260 
34 429 
30 891077 
Clausthal 
6 
3 683 
709 615 
25 
1 438 
632 414 
Dortmund 
163 
255 989 
64 689 594 
— 
— 
— 
Bonn 
28 
58 258 
13 207 783 
42 
5 316 
6 079 826 
Summe Preußen 
269 
428 082 
108 800 376 
359 
43 087 
38 541 682 
*) Darunter die in Aus- und Vorrichtung begriffenen Werke. 
**) Nach der Zeitschrift für Berg-, Hütten- und Salinenwesen.
	        

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