Full text: 33.1905 (0033)

unserer SiciMe und viele andere Vereine weiter¬ 
hin die ganze Heststraße entlang Spalier. 
Das besondere Augenmerk Aller lenkten 
unsere braven Bergleute mit ihrer ein¬ 
fachen und kleidsamen Tracht auf sich. In 
den verschiedenen Streifen beider Städte standen 
im ganzen s0060 Alaun, jede einzelne der 
\ \ Berginspektionen hatte etwa den vierten 
Teil ihrer Belegschaft mit den sämtlichen 
Grubenbeamten und je einem höheren Beamten 
Ankunft Ihrer Majestäten 
immer mehr heran. Am ^ Ahr 20 Alinuten lief 
der Kaiserliche Hofzug ein. In demselben 
Augenblick ertönte von allen Kirchtürmen feier¬ 
liches Geläute, das in harmonischen Akkorden 
den festlichen Augenblick des kaiserlichen Ein¬ 
zuges begleitete. Zur Begrüßung der Ma¬ 
jestäten waren auf dem, mit Teppichen belegten 
und mit lebenden Gewächsen reich geschmückten, 
Bahnsteige des Hauptbahnhofs nur anwesend 
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Am «t. Johanne? Nathans. 
entsandt. Die Bergleute waren im Berg¬ 
kittel, in Mütze und dunkler Hose, die Be¬ 
amten im H)aradeanzug: geschlossene H)uffjacke. 
Die Aufstellung erfolgte in zwei Gliedern zu 
beiden Seiten der betreffenden Straßen. Leute 
mit Orden und Ehrenzeichen, und deren 
waren es gar viele, standen im ersten 
Glied. 
Nachdem sich die Aufstellung aller Vereine 
und auch die des Publikums in aller Ruhe 
und Ordnung vollzogen hatte, nahte die 
Zeit der 
die Herren: der Oberpräsident der Rheinprovinz, 
der kommandierende General des 8. Armee- 
korps, der Regierungspräsident und der Landrat. 
Als das Kaiserpaar zum ersten Male gemein¬ 
schaftlich den historischen Boden des Saarbrücker 
Landes beim Verlassen des Bahnhofes betrat, da 
begrüßten brausender Jubel und vieltausendstim¬ 
mige Hurras die Majestäten und pflanzten sich la¬ 
winenartig wachsend durch die Straßen fort. Kaiser 
undKaiserin, sichtlich infreudigsterStimmungüber 
den enthusiastischen,herzlichenEmpfang,teilten un¬ 
ausgesetzt nach allen Seiten freundliche Grüße aus.
	        

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