Full text: 21.1893 (0021)

- TB — Mie Hauptmann Reimann n einer 2 Frau kam, „Nächft einem reidhliden und guten Cfjem bleibt ein fübler, maderer Trunt bod) immer das Befte im Leben“, philofophierte der dide Hauptmann Prinz, inbem er fid bem langen, blonden Bart firid und fein Rryftaliglasd bedddtig und mit einer gewifjen feierliden ¥Undadyt feerte, „Du fprichft ein großes Wort gelaffen aus, hoher SBrinalider Herr“, ladjte Hauptmann Werner, „und id bin überzeugt, daß biefe Deine tiefe Weisheit nirgends auf Widberjprud) ftoßen wird, denn babei Tann es felbft der ärmfte Mann aushalten.“ „Da bift Du dod im Irrtum, Freund Werner”, meinte Major von Steinbern, das bloße Efjen und Trinten bat für mid gar keinen Reiz und Sinn, wenn damit nicht Humor und Gemütlichkeit verbunden if. Mid fannft Du in einem Weinkeller, voll ber beften Gorten, einfperren und id) bin gemif, daß id) mid darin nur langweilen und allein keinen Zropfen trinfen mürbe. Erft bie Gefelffdjaft unb eine ge» mütlidje, fefjenbe Zafelumterbaltung amadjt mir bem beften Wein genießbar und bas auserlefenfte Mahl fdmadfaft; id) bin bei offiziellen und großartigen Fefts tafeln oft nicht fo Heiter und aufgetrapt gewefen, ald mitunter bei einem fibelen Bivaldpunid), wo id an einem (don Balb abgenagten "&djinfenfnoden nod Entdedungsreifen auf etwas Genießbares gemacht babe.
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