Full text: 21.1893 (0021)

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Gaben dies Jahr zwanzig Scheffeln Kartoffeln von‘ bem

Ader gerntet. Das heißt hier aber anders, . Damit
Bleibe ih in unfterblide Liebe und bimmlifde Dant-
barfeit mit meine Frau und de Kinder A

ihr liebreidfter und bodgeneigtefter Séûler
Gottfried RNoal.

Beinah Dette id) 8 vergefjen. Mein alter Sdwiegers
fater fit binter ben Ofen un Hat die Sicht un bâtet
daß jilngfte, weil meine Frau nid Beit Hat. Er läßt
auch jhön grüßen un danken, Meine Shmiegermutter
wiitbe baà gemiB aud thun. Uber fie fann nid.
ir haben fie legten Herbft begraben. Uber fie Hatt
ein boned Kreuz gekricht.“

Hinterher kam dann nod ein großer Kiez. Neben
dem aber ftanb: Der jilt nid. „Meine Frau hat
mir angeftofen.”

So, nun hatte der Kantor fid durd bie Krähen-
füBe burdjgearbeitet, melde bie arbeitdjdmwere Hand
eine8 danbkaren Schülers wohl mit vieler Mühe auf
bas Papier gemalt patte. Wber eine Zhräne um die
andere rollte in den grauen Bart und auf das Papier.
Sa, ba ftand er Leibbaftig vor ibm, ber fladhstôpfige
Sunge, der ibm fo mande Mübe unb Gorge gemadt
hatte. Und nun Hatte fein ernfted THun und Wort
bod) Frucht getragen. Lebereht fab nicht mehr
die ungefügige Schrift, nidt mehr. die unbehol-
jenen Säge, durch bie ber Gebanle fid) jdywerfdllig
burdyrang.

Gr fab nur bie bantbare Siebe und das treue Herz,
bad ihm aus jeder fhiefen Beile, aus jedem der riejigen
	        

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