Full text: 8.1954 (0009)

dem Musikverein Tudweiler, unter Mitfüh- 
tung zahlreiche! Transparente vom Bahnhof 
Völklingen zum Marktplatz. Die Kundgebung 
auf dem Marktplatz Völklingen wurde ein 
geleitet durch ein Musikstück der Hüttenka 
pelle. Nach, dem Vortrag der Gedichte: „Ich 
warte Dein" und „Ehre der Arbeit", ge 
sprochen von den Jungkollegen Siegfried 
G o e b e 1 u. Gerhard Reichert, eröffnete 
Kollege Hauser die Kundgebung. 
In seiner Eröffnung stellte er besonders 
die Bedeutung des 1. Mai, des Tages der 
schaffenden Menschen, heraus und betonte, 
daß der 1. Mai für uns nicht nur ein Feier 
tag, sondern an erster Stelle ein Kampftag 
bedeute, und daß die Arbeiterschaft im 
Kampfe nicht erlahmen dürfe, wenn sie sich 
den Platz in der Gesellschaft erobern wolle, 
auf den sie Anspruch habe. Nach der Eröff 
nung sprach der Kollege Karl-Heinz Sah 
n e r das Gedicht: „Du fragst mich, warum 
idi Gewerkschafter bin?" Dann ergriff Kol 
lege Munari das Wort. Zu seiner Rede: 
Ausgehend von den Worten „Frieden, Frei 
heit und soziale Gerechtigkeit“ richtete er 
Tag der Arbeit 
in Völklingen 
llnsete Jjatd&amqu 
Vereint mit den Schaffenden der ganzen Welt demonstriert die Einheitsgewerksdiaft am 
heutigen Tage 
Die Ortsverwaltung Völklingen der Ein 
heitsgewerkschaft hatte nach vierjähriger 
Unterbrechung wiederum am 1. Mai, dem 
Tag der Arbeit, die Schaffenden von Völk 
lingen um Umgebung zu einer Demonstration 
Jeder Werktätige besucht in diesem Jahr 
die intern, Muster-Messe des Saarlandes 
SAARMESSE 
INTERNATIONALE MUSTERMESSE 
MA119 54 
und Maikundgebung aufgerufen. Es demon 
strierten 1500 schaffende Menschen, auf 
rechte Gewerkschafter, in einer vorbildlichen 
Demonstration. Der Demonstrationszug be 
wegte sich unter Mitwirkung des Musik 
zuges Ludweiler, der Hüttenkapelle und 
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für FRIEDEN, FREIHEIT und SOZIALE GERECHTIGKEIT! 
Bewußt der Tatsache, daß nur im friedlichen Zusammenleben der Völker und auf dem 
Boden der Freiheit sozialer Fortsdiritt und soziale Gereditigkeit gedeihen können, lehnt die 
Gewerksdmft den Krieg mit seinen fürchterlidien Folgen gerade für den schaffenden Men 
schen ab. Sie wendet sidi besonders gegen den Mißbrauch der Atomkraft zur Vernichtung 
der Menschheit und appelliert an alle Völker, Wissenschaft und Technik nur noch zu fried 
lichen Zwecken einzusetzen. 
Völkerverständigung Ist die oberste Forderung, die wir am 1. Mai 1954 erheben. 
Wir verlangen aber auch mit dem gleidien Nadidruck die Verwirklidiung der geredeten, 
wirtschaftlichen und sozialen Forderungen der schaffenden Menschen. 
Nodi immer harrt die politisdie Demokratie in unserem Lande der Ergänzung durch die 
Wirtsdiaftsdemokratie, ohne die keine Demokratie von Dauer sein kann, Wir fordern 
f ü r all e Arbeitnehmerin Staat und Wirtschaft die Mitbestimmung. ^
	        

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