Title:
Die Krise des Idealismus
Creator:
Liebert, Arthur
Work URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-319078
PURL:
https://digital.sulb.uni-saarland.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-319408
tatsächlichen Gestalt und Verfassung und aus der 
sehr verschiedenartigen Werthaltigkeit und Wirksam¬ 
keit der in ihr selber vorhandenen Stoßkräfte stam¬ 
men. 
Aus der spannungsreichen Zusammenarbeit aller 
dieser Tendenzen ergehen sich für die jeweilige For¬ 
mung der Philosophie zwei wichtige und beachtens¬ 
werte Folgen. Erstens die eigentümliche, durch keine 
noch so entschiedene Festlegung aus der Welt zu 
schaffende Komplikation ihres Wesens und ihres Be¬ 
griffes, auf die wir schon hinwiesen, und auf die da¬ 
durch bedingte Schwierigkeit bezüglich einer eindeu¬ 
tigen Begriffsbestimmung ihres Wesens. Über die Viel¬ 
heit und Verschiedenartigkeit dieser Begriffsbestim¬ 
mungen zu klagen, ist abwegig; eine solche Klage und 
Anklage ist nur ein Zeugnis der Unkenntnis des Sach¬ 
verhaltes. Denn in einer Hinsicht besteht tatsächlich 
gar nicht eine so unübersehbare Vielheit. Die in dieser 
Beziehung von Laien häufig vorgebrachte Beschwerde 
ist hinfällig. Die äußerliche Mannigfaltigkeit der ver¬ 
schiedenen Definitionen läßt sich vielmehr ohne 
große Mühe zu bestimmten großen Typen zusammen¬ 
fassen und dadurch vereinheitlichen und vereinfa¬ 
chen. Außerdem ist angesichts der dialektischen 
Fülle der für die Grundlegung und für den Ausbau 
der Philosophie maßgebenden Bestandteile und Fak¬ 
toren eine gewisse Vielheit und Verschiedenartigkeit 
in den Formengebungen der Philosophie unvermeid¬ 
lich. Es bleibt einfach nichts anderes übrig als die 
vorurteilslose Anerkennung und Würdigung dieser 
dialektischen Fülle, aus der dann eben bestimmte 
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