Title:
Die Zisterzienserabtei Weiler-Bettnach (Villers-Bettnach) im Hoch- und Spätmittelalter
Creator:
Trapp, Thomas
Work URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-193139
PURL:
https://digital.sulb.uni-saarland.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-193880
Gütergeschäft berichtet, bei dem der Leiter des Weiler-Bettnacher Stadthofes in 
Metz, der Konverse Johannes, an Symelo lou bouchier de Druteranges59 ki maint 
en la bucherie a porte muselle ein Haus verpachtete60. Von dem erhobenen Zins 
standen 20 s. Freistroff und 5 s. Weiler-Bettnach zu61. Abt Thierit von Weiler- 
Bettnach erteilte hierzu seine ausdrückliche Zustimmung. Eine ähnliche Translation 
eines Hauses, bei der Weiler-Bettnach und Freistroff jeweils 10 s. zufielen, ist für 
1300 bezeugt62. Im Januar 1302 überließen freire Arnous li convers de Villeirs 
maistre de la maxon de Villeirs a Mes und der städtische Meier von Freistroff, 
Poinsignom Bolande, einem Metzer Bürger ein Haus daier s. Hyllaire zur 
Erbpacht63. Die fälligen 10 s. mußten je zur Hälfte an den Festtagen Johannes des 
Täufers (24. Juni) und des hl. Stephanus (26. Dezember) im Stadthof von Weiler- 
Bettnach gezahlt werden. 
Ob sich eine weitere Nachricht im Chartular von Freistroff auf das gleiche Haus 
bezieht, läßt sich nicht mit Bestimmtheit sagen64. Auch in diesem Fall hatte der 
Pächter am Fälligkeitstag im Weiler-Bettnacher Stadthof zu erscheinen. Den 
Geschäftsabschluß tätigten Dans [=Dom] Abers moine de Villeirs et procureire de 
l'abbeit et lou convens de Villeirs. Mit ihm trat erstmals ein Mönch die leitende 
Position im Stadthof an, nachdem in der Frühzeit des Ordens nur Konversen den 
städtischen Handel des Klosters besorgten65. Eine undatierte Nachricht aus einem 
Freistroffer Einkünfteverzeichnis, das 1338 angelegt worden sein soll, nennt an 
seiner Stelle noch freire Wairins li convers de Villeirs und ist damit vor 1337 
anzusetzen. Der Leiter des Weiler-Bettnacher Stadthofes hatte demzufolge ein 
Haus, das der Abtei Freistroff gehörte, in Metz in Nießbrauch und mußte dafür 
jährlich 10 s. zahlen66. Bereits von seinem Vorgänger freire Arnoult convers de 
Villeirs (vor 1331) wird ähnliches vermeldet67. Er entrichtete für die Nutzung eines 
Hauses 4 s. 3 d. Eine dritte derartige Notiz liefert keine Namen68. Auch im 
personellen Bereich gab es Überschneidungen zwischen Weiler-Bettnach und 
dem Hof von Freistroff und dem "weißen Tor" beim Hof von Weiler-Bettnach im Jahre 1501 
(ADMH 1744 Nr. 27a). 
59Tritteling, Gde., Ktn. Faulquemont. 
60 ADM H 681bis, S. 62 Nr. 1. 
6^ 1 Metzer Pfund = 10 Sous = 120 Deniers = 240 Mailles. 
62 ADM H 681bis, S. 68 Nr. 1 [1300 II 9]. 
63 ADM H 681bis, S. 144f. Nr. 2 [1302 I 21]. 
64 ADM H 6816's, S. 174f. [1339 V 30]. Das Haus lag ebenfalls daier s. Hylaire, die Einkünfte von 
Weiler-Bettnach beliefen sich jedoch nur auf 22 d. (= 1 s. 10 d.). 
65 Er ist als Dans Abers de la cort mastre de la court de Viller a Mes in einem Schreinsbrief vom 13. 
Februar 1337 belegt (ADM G 2329). Noch anläßlich des plaid annal nach Weihnachten 1336 wird 
- allerdings für ein zwischen dem zweiten plaid annal im August und diesem dritten vollzogenes 
Geschäft - sein Vorgänger, der Konverse Werrit, erwähnt; vgl. DOSDAT, Bd. I, S. 245; 1336, 841; 
BENDER, S. 139f. 
66 ADM H 681bis, S. 11 Nr. 2 und S. 34 Nr. 4. 
67 ADM H 681bis, S. 49 Nr. 5. 
68 ADM H 681 b's, S. 53 Nr. 5, allgemein lou maistre de la court de Villeirs. 
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