Title:
Die Wüstungen des Saarlandes
Creator:
Staerk, Dieter
Work URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-205131
PURL:
https://digital.sulb.uni-saarland.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-208504
Ripling ihrem Großvater Peter von Ripling ihren Anteil an Ripling*. 
Am 8. April 1419 gestattet Erzbischof Otto von Trier, daß Peter von Rip- 
lingen gen. Munckler an Trudchen von Saarburg eine Rente von 4 Mltr. 
Weizen und 2 Mltr. Roggen aus seinen trierischen Lehnsgütern zu Rip- 
lingen für 120 rhein. Gulden verkauft5. Dieser Sachverhalt wird am 10. 
April 1419 bestätigt. Als Bürgen für Peter von Rijplingen treten Peter 
und Hans von Münzingen auf, die diese Rente jährlich liefern sollen 
und dafür ihre Güter zu Rijplingen zum Pfand setzen8. Am 18. April 1429 
verkaufen Peter von Rypplingen, gen. Monckler, seine Frau Else und 
sein Sohn die Rente von 4 Mltr. Weizen und 2 Mltr. Roggen zu Rypp- 
lingen an Johann, den Meier von Eft, für 136 rhein. Gulden7. 
f) Der Domprobst von Trier läßt am 26. Dez. 1450 Johannes von Stein den 
Hof Reipling verkaufen. 1452 erhält Johannes von Huspect eine Voll¬ 
macht wegen des Kaufs des halben Hofs Reipling8. Am 8. März 1454 
verkaufen Clas von Kellenbach und Nikolaus, Pastor zu Lebach, sowie 
3 Söhne des erstgen. und dessen Schwiegersohn Joh. Peters eine Rente 
von 1 Vi Mltr. Weizen und Vi Mltr. Hafer aus den Ryplinger und Brede- 
miser Gütern an die Kirche zu Saarburg für 42 Gulden9. 1553 ist Reiplin- 
gen in das Hochgericht des Amtes Saarburg eingegliedert10. Nach dem 
kurtrierischen Feuerstättenbuch von 1563 muß der Hoi Reiplingen 6 Bat¬ 
zen zahlen11. Weitere Belege12: 1663, 1723/24, 1732, 1746, 1755, 1788. 
g) 1961 zählt der Reiplinger Hof 7 Bewohner13. 
A) 1 TK 1:25 000 Nr. 6404 Kirf. — 2 Kat. A. Perl, Flurkarte Nr. 1 Gemeinde Faha, 
Urkataster 1821, M. 1:2500. — 3 K. Lamprecht, Dt. Wirtschaftsleben III, S. 144 Nr. 
115. — 4 K. Becker, Faha, S. 34. — 5 ebda.— 6 ebda. — 7 ebda, S. 35. — 8 ebda. — 
9 ebda.— 10 ebda, S. 57. — 11 StA Koblenz Abt. 1 C Nr. 12928 Bl. 378 ff und vgl. 
12929. — 12 K. Becker, Faha, S. 35. — 13 Amtl. Gemeindeverzeichnis 1963, S. 25. 
B) W. Fabricius, Erläuterungen V, 2, S. 107. 
Reiskirchen (310) 
Stadt Homburg, Stadtteil Reiskirchen. 
a) Reiskirchen liegt nördlich von der Ortsmitte Homburg, nahe der heu¬ 
tigen Autobahn1. 
b) 1846 finden sich zu Reiskirchen circa zwanzig Gebäude und die Distrikt¬ 
namen Ober dem Reiskircher Weg, Unter dem Reiskircher Weg, Reis- 
kircher Mühle, Reiskircher Dick, Reiskircher Schmalau2. 
c) Kirchdorf, d) + vor 1500. 
e) Bei der Gründung des Klosters Werschweiler 1131 überläßt der Stifter 
Graf Friedrich von Saarwerden demselben u. a. seine Allodien und Leute 
zu Richeskirchenz. Im Jahre 1172 bestätigt Graf Ludwig der Ältere von 
Saarwerden dem Kloster diesen Besitz zu Richerskirchen, den sein Gro߬ 
vater Friedrich (1131) dem Kloster geschenkt hatte4. Papst Innocenz 
beurkundet am 23. März 1212 dem Abt von Werschweiler u. a. seine 
Höfe (grangiae) zu Bliesbrücken, Riesekirche und Orlebach5. Im Jahre 
1225 verzichtet Heinrich von Kirkel zugunsten Werschweilers auf seine 
Allodien zu Risekirchen6. 1237: Heinrich zu Ryskirchen7. 1278 werden Gü¬ 
ter bei Reiskirchen genannt8. 1295 übergibt Graf Walram von Zwei¬ 
337
        

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