Title:
Die Franzosen in Saarbrücken und den deutschen Reichslanden im Saargau und Westrich
Creator:
Horstmann, Philipp Bernhard
Work URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-2855
PURL:
https://digital.sulb.uni-saarland.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-3554
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Cameraden, so lieb ihnen der Aufenthalt gewesen, so sehr sie ihn 
langdauernd ehemals gewünscht hätten, jetzt nichts eifriger wünschten 
als bald von diesem Schauplatz der französischen Treulosigkeit und 
Räuberei entfernt zu werden. 
Welchen Eindruck es auf die übrigen französischen Truppen 
machen wird, daß wir für Feinde der Republik erklärt worden 
sind, muß uns die Folge lehren. 
Ihr Durchmarsch vor einigen Tagen war zu schnell als daß 
sie ihre Gesinnung hätten äußern können, und überhaupt kann 
man solche alsdann nicht beurtheilen, wann der Feind in der 
Nähe ist, dann sind solche nach unserer bisherigen Erfahrung sehr 
des rnernento mori eingedenk und des: leben und leben 
lassen, was wir auch thun wollen. Vale. 
Sechszchcnter Srief. 
S. den 29. Mai 1793. 
Danken Sie es meiner jetzigen gezwungenen Muße, mein 
Bester, daß ich das Amt eines Redakteurs unserer Zeitgeschichte 
pslichtmäßig versehen kann, da solches täglich weitläuftiger wird, 
da ich nicht mehr die Heldenthaten der Défenseurs cke la liberté 
allein, sondern auch die viel größeren Heldenthaten der Voleurs 
pour la patrie zu beschreiben habe. Jeder Classe werde ich einen 
besondern Abschnitt in der Folge weihen müssen. 
In Blieskastel wird von einem Commissär Namens Boutay, 
einem verdorbenen Procurator, geraubt und geplündert tont comme 
chez nous, denn das muß man unsern Commissärs zum Ruhm
        

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