Title:
Die Franzosen in Saarbrücken und den deutschen Reichslanden im Saargau und Westrich
Creator:
Horstmann, Philipp Bernhard
Work URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-2855
PURL:
https://digital.sulb.uni-saarland.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-5460
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nicht alle in den Nationalschatz gekommen, weil wir als etwas 
ganz besonderes zu bemerken Gelegenheit hatten, daß in den fr. 
Blättern, wo jeder kleinste Raub, jedes kleinste Bedrängnis, 
welche den Nichtfreunden der Republik abgenommen und zugefügt 
wurden, sorgfältig ausgeposaunt sind, von Saarbrücken und dem 
unermeßlichen Raub, den die Franzosen daselbst gemacht haben, 
nicht ein einziges Wort vorkommt. Leben Sie wohl. 
vierzehenter Ürirs. 
S. den 14tcn Februar 1794. 
Die Entfernung des Kriegsgetümmels und die Ruhe, deren 
wir jetzt genießen, welche wir aber wahrlich nicht aus diese Art 
gewünscht haben, erlauben mir, Ihnen, mein bester Freund, einige 
Zweifel zu lösen, einige Fragen zu beantworten, die Sie mir vor¬ 
gelegt haben und Ihnen die gewünschten Erläuterungen zu geben. 
Vielleicht auch, daß ich, wenn mich nicht ein unvermutheter Vor¬ 
fall unterbricht, was in unsrer Lage nichts seltenes ist, noch 
Ihre Wünsche überschreite. Denn wenn mich meine Ahnungen 
nicht täuschen, so dürfte unser Briefwechsel bald auf eine oder die 
andere Art unterbrochen werden. 
Nein, mein lieber Freund, alle Mißhandlungen, welche uns 
die Franzosen angethan, alles Unglück, welches sie über mein armes 
Vaterland gebracht, alle Räubereien, wodurch sie den Wohlstand so 
vieler Familien und auch meinen eigenen untergraben und um¬ 
gestürzt haben, sollen nicht vermögend sein meine Wahrheitsliebe 
zu schwächen. Diese verbindet mich dann Ihre erste Frage mit 
einem lauten Nein! zu beantworten. Nein! nicht alle französische 
Offiziers und Soldaten sind Theilnehmer an den Schandthaten, 
wovon ich Ihnen so viele Beispiele habe erzählen müssen. Nein! 
ein großer Theil derselben, ich darf fast sagen, der größte Theil 
mißbilligt solche, und enthält sich wenigstens der Theilnahme. Dies 
wird auch Ihnen einleuchtend werden, wenn Sie bemerken wollen,
        

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