Title:
Die Franzosen in Saarbrücken und den deutschen Reichslanden im Saargau und Westrich
Creator:
Horstmann, Philipp Bernhard
Work URN:
urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-2855
PURL:
https://digital.sulb.uni-saarland.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:bsz:291-sulbdigital-5106
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Regiment Royal Deuxponts ist bis auf 154 Mann geblieben, 
von einem der schönsten Bataillons alter Nationalgarden, dem 
ersten Bataillon von Rhone et Loire, blieben 422 Mann todt, 
und so von mehrern andern. 
Tie Menge der Blessirten können Sie aus dem beurtheilen, 
was ich Ihnen von den hier durchgebrachten gemeldet habe. Nur 
müssen Sie die angegebene Summe wenigstens verdreifachen; denn 
die Verwundeten wurden in 3 Colonnen über Bitsch, Saargemünd 
und Saarbrücken nach Frankreich abgefahren, und wegen Mangel 
an Fuhren war die Colonne, welche hier durch kam, die schwächste. 
Man kann also ihren Verlust an Todten, Blessirten und Ver¬ 
mißten ohne alle Uebertreibung auf 12 bis 14 000 Mann an¬ 
geben. Dieses macht ein reichliches Drittheil ihrer Armee aus, 
deren Stärke unterrichtete und glaubwürdige Personen höchstens 
zu 40 000 Mann berechnen. Eben werde ich durch einen äußerst 
unglücklichen Vorfall im Schreiben unterbrochen. Leben Sie wohl. 
Nächstens ein Mehreres. 
Siebenter ßrttf. 
Saarbr. den Ilten December 1793. 
Exterminez, grands Dieux! de la terre, où nous sommes, 
Quiconque avec plaisir répand le sang des hommes. 
Mahomet, trag. par Voltaire le panthéonisé. 
Bei fest verschlossenen Thüren will ich mich hier an meinem 
einsamen Schreibtisch mit Ihnen, mein theuerster Freund, unter¬ 
halten, da ich schwerlich in unsrer Stadt heute eine andre, wenig¬ 
stens keine angenehme Unterhaltung finden würde. Niemand läßt 
sich auf den Straßen blicken. Unsre Weiber sitzen in ihren Käm¬ 
merlein, seufzen und weinen mit ihren Kindern, und wir Männer? 
Entsetzen sträubt unser Haar, Furcht lähmt unsre Glieder, Ab- 
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