Full text: Die Invasion der Franzosen in Saarbrücken im August 1870

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Die Iranzoserr erscheinen in Saarbrücken. 
In der Nacht vom 1. auf den 2. August war 
nichts Besonderes vorgekommen und man gab sich der 
Hoffnung hin, daß die Franzosen, wie sic cs bisher 
immer gethan hatten, bei dem Anrücken der gefürchteten 
Schützen des 40. Regiments sich zurückziehen würden. 
Gegen Morgen meldete ein Ulan des 7. Ulanen- 
Rcgimcnts, dessen Czapka von einer französischen Kugel 
durchbohrt war, daß die Franzosen sich in größeren 
Abtheilungen in dem St. Arnualer StiftSwalde zeigten, 
und wurde sogleich der größte Theil der 6. Coinp. 
unter Hauptmann Grundner gegen das St. Arnualer 
Forsthaus hindetachirt, um die Herren bei etwa wie¬ 
derholendem Besuche dieses Forsthauses würdig zu 
empfangen. 
In der Nacht waren 2 preußische Geschütze an¬ 
gekommen und fuhren unter dem Iitbct der Bevölke¬ 
rung durch die Stadt. Auf dem Rastpfuhl, in einer 
Mulde vor dem Walde, lagen das 1. und 3. Bataillon 
des 40. Füsilier-Regimentes im Bivouac, und strömten 
Biele von Saarbrücken und St. Johann dorthin, um 
Freunde und Verwandle zu sehen, und den Soldaten 
Erfrischungen aller Art zu bringen. 
Gegen IO klhr wird das Gewehrseuer in dem 
Thäte von St Arnual nach der goldenen Bremm 
lebendiger; es wird gemeldet, daß große Abtheilungen 
Franzosen aus dem Walde hervorbrechen; die dispo¬ 
niblen Mannschaften des 2. Bataillons rücken aus; 
das Gewehrfeuer wird heftiger und kommt der Stadt 
immer näher. Oberst-Lieutenant v. Pestel hält mit 
Offizieren. nitb Soldaten au dem Eingang der neuen 
Brücke auf der linken Saarseite, die Ulanen werden 
zurückgezogen und reiten in scharfem Trabe auf der 
Chaussee unterhalb St. Johann ab.
	        

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