Full text: Die Invasion der Franzosen in Saarbrücken im August 1870

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zu finden. Wir beginnen einen ernstlichen Kampf. 
Frankreich bedarf des Beistandes aller feiner Kinder. 
Es freut mich, daß der erste patriotische Schritt 
vom Senat ausgegangen ist. Er wird im Lande einen 
großen Widerhall finden." 
kinterdefsen sind die Vorbereitungen zu dem großen 
Kampfe „für die Civilisation gegen die preußische Bar¬ 
barei" mit allem Eifer betrieben worden; ganz Frank 
reich tanzte den Eanean des Chauvinismus und selbst¬ 
verständlich war es auch die elerieale Partei, welche 
mächtig in die Kriegstrompete blies; galt es doch dem 
größten Staat des Protestantismus in Europa; und 
Protestantismus ist ja immer gleichbedeutend für Fort¬ 
schritt, Reform, Erleuchtung und Bildung, Begriffe, 
denen der Romanismns ewig feindlich bleiben wird 
und es auch heute noch nicht verschmähen würde, wenn 
er die Gewalt dazu hätte, mit Tortur und Scheiterhaufen 
gegen diese Faktoren des moderilen Staats- und Volks¬ 
leben, ins Feld zu ziehen. 
Die Truppenzüge nach der Grenze hörten gar 
nicht auf. In Paris waren fast keine Soldaten 
inehr und ein Theil der afrikanischen Truppen auch 
bereits in Frankreich angelangt. Man konnte hieraus 
gleichfalls ersehen, daß der Vernichtungsschlag gegen 
Deutschland längst und großartig vorbereitet war. 
Dank jedoch der kaiserlichen Lotterwirthschaft ging 
die Trnppeneoncentration am Rhein nicht so rasch vor 
würts, als man anfänglich geglaubt hatte. Marschall 
Blae Blahon ging nach Straßbnrg zur Arinee. Sein 
Corps, das bestand anfangs ans vier Divisionen 
Infanterie und einer Division Cavallerie; das II. Corps 
ward vom General Frofsard befehligt; sein Hanpt- 
quartier hatte derselbe zuerst in St. Avold aufgeschlagen. 
Dieses Corps — cs waren hauptsächlich die Truppen 
des Lagers von Chalons — zählte drei Divisionen
	        

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