Full text : Kreis-Blatt für den Kreis Saarbrücken

Erscheint Dinstag, Donnerstag und
Sonnabend. Bestellungen sind bei der
naͤchsten Post⸗Anstalt oder in der Ez⸗
pedition des Blattes zu machen.
Anzeigen portofrei einzureichen.
Insertions Gebühren für die Garmond⸗
zeile oder deren Raum 9 Pf.

9 Der Abonnements⸗Preis
I oetraͤgt pro Quartal inel. Stempelstener
57— — und Traͤgerlohn für Saarbrücken un
d 4. —5 S.t. Johann 12 Silbergroschen.
* Fuͤr die durch die Post bezogenen Exen
* 7 plare 15 Silbergroschen.

für

den Kreis Saarbrücken.

M I.

Dinstag den 2. Januar

1866.

Amtliches.

Bekannutmachung.
Aufhebung der Ortssperre für Schaafe in der Gemeinde
Schoden.

Bekauntmachung.
Evangelische Hauscollecte betreffend.
Durch Rescript des Herrn Ober-Präsidenten vom 12. Dezember
c., No. 9828, ist der Gemeinde Katzenfurth, im Kreise Wetzlar,
die Abhaltung einer Hauscollecte bei den evangelischen Einwohnern
der Rheinprovinz bis zum 1. Juli 1866 zur theilweisen Aufbringung
ihres Antheils an den Kosten des Neubaues der evangelischen Kirche
zu Dillheim gestattet worden.
Die Kreis- und Localbehörden werden demnach hierdurch ange—
wiesen, den Deputirten, welche sich als solche legitimiren, Beistand
u leisten.
Trier, den 20. Dezember 1865.
I. 6480 8. 53.)

Die von uns unterm 1. Dezember c., Amtsblatt No. 50, Seite
181, für die Schaafe in der Gemeinde Schoden, Kreis Saar—⸗
burg, angeordnete Ortssperre wird hiermit wieder aufgehoben, nach⸗
dem die Seuche unter den Schaafen der gedachten Gemeinde nicht
mehr grassirt.
Trier, den 22. Dezember 1865.
I. 9146 8. 2. Königliche Regierung.
Bekanutmachung.
Durch den Tod des Oberlehrers Buddeberg (evangelischer
Confession) ist die Stelle des ersten Oberlehrers bei dem Gymnasium
zu Essen, mit welcher eine Baarbesoldung von 855 Thlr. und Dienst⸗
wohnung verbunden ist, erledigt. Bewerbungen um diese Stellen
wollen wir bis zum 1. Februar 1866 erwarten.
Koblenz, den 16. Dez. 1865.
Königl. Proninzial-Schul⸗-Eollegium.
1) Die Diäten des leitenden Technikers mit 1 Thlr. 10 Sgr
pro Tag;
2) Für das Ausheden der Draingräben sind 4 Sgr. 2 Pf. pro
laufende Ruthe mit Ausnahme von 8124 laufende Ruthen be⸗
zahlt. Für letztere wurden 15 Sgr. pro laufende Ruthe be⸗
willigt, weil es sich um die sehr beschwerliche 6—8 Fuß tiefe
Durchbrechung eines Kieslagers handelte.
3) Das Legen der Röhren kostete per laufende Ruthe 4 Pfennige
einschließlich des Zuschüttens der Draingraben.
An dem Ausheben der 2460 Ruthen Draingräben waren be—
chäftigt
1. die 12 geübten fremden Arbeiter während 308, Arbeitstagen
mit einem Gesammt-Arbeitsverdienst von 271 Thaler, so daß
aljo der Mann täglich 26 Sgr. 4 Pf. verdient hat;
3. die 7 ungeübten Rehlinger Arbeiter waren während 1731/,
Tagen beschäftigt und hatten einen Gesammt-Arbeitsverdiensi
von 81 Thlr. 20 Sgr., also pro Mann täglich 14 Sgr. 2 Pf
Hieraus ergibt sich die Nothwendigkeit der Einübung von Drai—⸗
nagearbeitern und im Anschlusse daran die Nützlichkeit der Bildung
oon Meliorationsarbeitergenossenschaften unter der Führung eines
üchtigen Bauunternehmers, welcher unter der Aufsicht eines verant⸗
wortlichen Technikers die Ausführung von Meliorationsplänen in
mtreprise nimmt.
Die Verstimmung, welcher unter der Mehrzahl der Rehlinger
Einwohnerschaft noch während der Ausführung der Drainirungsarbei⸗
en herrschte und nicht blos im Orte, sondern auch von auswärts
genährt sein joll, hat in demselben Maaße aufgehört, wie man sich
an Ort und Stelle täglich wieder davon überzeugt, von welchen enor⸗
men Wassermassen der Boden dieser bei der Grundsteuer-Regelung
aber wegen der stauenden Nässe zu den letzten Klassen eingeschätzten
Ländereien befreit und dadurch zu höherer Kultur befähigt wird.
Mit Bestimmtheit läßt sich voraussetzen, daß es nicht mehr
lange dauern wird, bis die Rehlinger Einwohner durch die gestei
gerten Erndteerträge zu größerem Wohlstande gelangen und sich des
halb in eifrige Freunde und Vorkämpfer des Meliorationsweser
ermandeln werden. Amtshlatt)]

— — — ——

Königl. Regierung.

Drainageanlagen zu Rehlingen.
Die Gemeinde Rehlingen hat während des letzten Herbstes eine
usammenhängende Drainage-Anlage von circa 71 Morgen auf ihr
gehörigen Acker- und Wiesenländereien nach einem vom Bezirkswiesenbaumeister
 Hector aus Aachen aufgestellten und von uns ge⸗
prüften und genehmigten Plane durch den Wiesenbaumeister Stolz
aus Aachen unter der oberen Leitung des Ersteren ausführen lassen,
welche wir als mustergültiges Beispiel zur Besichtigung und Nach—
ahmung hiermit bestens empfehlen.
Die Arbeiten begannen am 11. September 1865 durch 12 schon
seit einer Reihe von Jahren mit Drainagearbeiten beschäftigte Leute,
denen sich in Folge mehrfacher öffentlicher Aufforderungen 7 Rehlin
ger Einwohner anschlossen.
Am 31. October war das Werk beendigt.
Die Kosten belaufen sich:
J. Für technische Vorarbeiten auf. ... 385 Thlr. 17 Sgr. 6 Pf.
II. Für Drainirungswerkzeuge.. .... 22, 226,
III. Für v. Feblenber g'sche Drainröhre
und zwar für:
22100 Stück 19/36llige pr. Mille 8 Thlr
2367 2 u 10
960, 29
2966,3
2828
—

⸗⸗ ——
im Ganzen .. .7
IV. Für Anfahren dieser 888 Ctr. schweren
Röhren bis zur Baustelle pro Centner:
1 Sgr. 5 Pf. — 41,, 28 —,„
V. Für Auffichtskosten..........60. — 3 — *
I. Für sämmtliche Graben- u. Drainage—
arbeiten...... 2 5,
Summa 831 Thlr. ISgr.
Die eigentlichen Drainirungskosten (mit Ausschluß der Kosten
id II.) betragen also pro Morgen: 12 Thlr. 25 Sgr. 4 Pf.
Von den festgestellten Akkordsätzen beben wir bervor
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.