Mitbürgern eine Anzaht gewiß ein ersfreuliches Zeichen
konfessionellen Friedens Und treuen Zusammenhaltes in Schule
und Gemeinde. Ein trefflicher Vortrag des Herrn Lehrers
Schwingel, des Veranstalters der Feier, wies auf die große,
auch soziale Bedeutung des Wehinachtsfestes hin und in aller
Namen gab sodann Herr Pfarrer de Haas dem herzlichsten
Dank der Gemeinde Ausdruck. Ungeteilt war die Freude über
den schönen, würdigen Verlauf der Feier und allseitig der Wunsch,
daß sie auch hier alljährlich sich erneuern möge, wie sie in der
Pfarrkirche Saarlouis seit lange schöne Sitte ist.
— (Kirchbauphatz in Saarlouis,) Unsere Notiz in
Nummer 51 v. Is. ist erfreulicher Weise dahin zu berichtigen,
daß nicht mehr ein Platz in Aussicht gestellt, sondern in Größe
von 313/3 Ar definitiv der evangelischen Gemeinde seitens der
Stadt überwiesen ist. Der notarielle Akt hierüber ist bereits
abgeschlossen und der bedeutsame Fortschritt in der Kirchbaufrage
am ersten Weihnachtstage der Gemeinde als Weihnachtsgabe
bekannt gemacht worden. Der Platz ist sehr schön gelegen,
aber noch von zumteil haushohen Festungswällen bedeckt.
Mögen die Bausteine auch fernerhin rüstig gesammelt werden
zum Gelingen des Werkes“
Töchterchen: „Wer soll die so schöne Traube haben, die be—
onders groß ist?“ „Die gute Mama:“ und diese hier?, „Mein
Väterchen.“ So gab die Kleine eine ganze Weile Antwort,
edem aus der Famtilie eine Frucht zudenkend. Schließlich kam
hr niemand mehr in den Sinn, und auf erneutes Fragen meinte
iie bescheiden: „Elsa“. — Dies »liebe Kind kennt noch keinen
fgoismus, o wie köstlich! Möchten wir es uns zum Vorbild
iehmen, und nicht bei jeder Gelegenheit unsere Person in den
Lordergrund drängen, bei allem, was es auch sei, stets den
eigenen Vorteil im Auge haben und als erstes erwägen, sondern
freudig das liebe „Ich“ zu Nutz anderer verleugnen.
— Der Geizige.) König Friedrich Wilhelm LJ. dessen
Sparsamkeit und Genauigkeit in Geldsachen in Berlin sprich-
vörtlich war, fand ein Vergnügen darin, die französischen Geist⸗
ichen, die sich in Berlin niedergelassen hatten, zu hänseln, und
edesmal, wenn er einen von ihnen auf der Straße traf, blieb
er stehen und fragte ihn: „Hat er Molière gelesen?“ Als er
nun eines Tages einem jungen Pastor, dem er kürzlich eine
aiachgesuchte Beihilfe für seine Gemeinde ubgeschlagen hatte,
»egegnete, hielt er ihn gewohnter Weise an und legte ihm
dieselbe Frage vor. Dieser antwortete ihm: „Ja, Sire!“
und fügte dann auf eines der bekanntesten Werke des Dichters
ind zugleich auf des Königs Sparsamkeit anspielend, mit erhobener
Stimme hinzu: „Und jetzt bin ich gerade beim Geizigen!“ Der
rönig erwiderte nichts; als er aber wenige Stunden darauj
in die Tabaksgesellschaft kam, sagte er lachend: „Heute habe
ch einmal meinen Meister gefunden!“ und erzählte die Geschichte.
Jenem Pastor wurde am anderen Tage — die Hülfte der er—
hbhetenen Summe übergeben.
— (Drei köstliche Gewürze.) Ein Prinz wurde auf
einem Spaziergange von einem Platzregen überfallen und flüch—
tete sich in das nächste Bauernhaus. Die Kinder saßen eben
bei Tische. Vor ihnen standen eine große Schüssel voll Kar—
toffeln und ein Teiler mit Buttermilch. Alle ließen es sich gut
schmecken, und dabei sahen sie so frisch und rot aus, wie die
Rosen. „Aber wie ist es nur möglich,“ sagte der Prinz zur
Mutter, „daß man eine so einfache Speise mit so großem
Appetit verzehren und dabei so gesund und blühend aussehen
kann?“ Die Mutter antwortete: „Das kommt von dreierlei
Gewürzen her, die ich an die Speisen thne. Erstens lasse ich
die Kinder ihr Mittagessen durch Arbeit verdienen. Zweitens
gebe ich ihnen außer der Tischzeit nichts zu essen, damit sie
Hunger mit zu Tisch bringen. Drittens gewöhne ich sie an
Genügsamkeit, indem ich sie mit Leckerbissen und Näschereien gar
nicht bekannt mache“
7
27der.
Epistel: 2. Kor. 4, 3-6
Abeudbds:
salm 72, 10-19.
vom. 3, 1-20.
121-241
—
-25
211.
5221
Evang.
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—(Werdet wie die Kinder!) An einem herrlichen
Herbsttage stand der Hausherr auf der Leiter, um die reifen
Weintrauben am Spalier abzuschneiden. Die Mutter mit der
kleinen Kjährigen Elsa weilten auch im Gärtchen und freuten
sich über den reichen Ertrag. Nun meinte der Vater zu seinem
Uädehenheim
⸗ 2
Heim des Vereins der Freund innen
junger Mädchen in Metz, Kapitelstraße 17,
bietet jungen Mädchen gemütliches Heim,
Wohnung mit Pension zu billigsten Preisen.
Meldungen an Frau Winsloe. Metz,
Palaststrake 24
— Sediegene Acbeit.
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Gotteskasten.
Für Armenien habe ich aus der Ge—
meinde Malstatt 12,20 Mk. erhalten und
weiterbefördert, was mit herzlichem Danke
bescheinigt wird. Lentze.
Von Herrn Pfarrer Rinneberg⸗Pfeffelbach
10 Mk. von N. N. in Pfeffelbach für die
„Los von Rom-Bewegung“ mit herzlichen
Dank erhalten.
Merxheim (Nahe). Schlickum, Pfr.
Von N. N. in Sulzbach erhielt ich für
die Armen 3 Mk. ebenso von N. N. in
Dudweiler 3 Mk. außerdem für das
Krüppelheim von Frau N. N. in Dudweiler
3 Mark.
Herzl. Dank! Pfr. Trommershausen.
Weiter für Niederwörresbach zur Be
sorgung erhalten von Fr. Dr. L 3Mk.
Frau Kommerzienrat J. Sch. 3 Mk., Fr
Justizrat B. 3 Mk., Fr. K. 3 Mk., Frl
L. J. 1Mk. Dann aus Meetz von einem
Abonnenten des „Sonntagsblattes mit der
Taube“ 10 Mf. und zwar 5 Mk. für
Niederwörresbach und 5 Mk. für das
Wolfer Waisenheim. Ferner für Beuggen
von N. N. 3 Mt. Herzlichen Dank!
J. B. Thum.
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Saart- ꝰ MNo⸗M-Keoiert
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7
Quittungen
über eingesandte Weihnachtsgaben sind an
hderrn Lehrer Thum in Saarbrücken ein—
gegangen vom II. Rhein. Diakonissenhause ir
Sobernheim über 40 M., von Herrn Superin
tendenten Berenbruch namens des Wolfer
Waisenheims, der schreibt: „Sie haben di
Liebenswürdigkeit gehabt, unserer armen
stinder mit einer Festgabe zu gedenken
Nehmen Sie dafür unsern aufrichtigsten Dan'
und die Versicherung, daß Sie uns damit eint
große Freude bereitet haben“, und vor
herrn Pfarrer Bodelschwingh in Bethel
Letzterer sagt allen lieben Freunden, derer
Liebesbrünnlein zu Weihnachten für die
armen Kranken wieder so reichlich überge
lossen ist, innigen Dank im Namen de—
dindleins von Vethlehen.
Für Niederworresbach durch Herrn pfr
Weber in H. von Fr. L. in N. 2 Mark
Frl. L. Sch. in N. für Jerusalem 2 Mark
Fr. B. in B. für Philadelphia 3.30 Mark
Thum.
Für Niederwörresbach konnte ich 3 Mark
für Armenien 30 Mark absenden. Allen
Gebern herzlichen Dank und Gottes Segen
Pfarrer Ebeling.
Für die arme Witwe in Oberlemp MNr
17 des Wochenblattes) sind an milden
Gaben bei Herrn vom Baur ferner ein—
gegangen von D. in Metz 10 Mk., V. in
Esch a. d. A. 4 Mark, R. in Schwalbach
3 Mark, J. in St. Johann 3 Mark, was
mit herzlichem Dank bescheinigt wird
Psalm 41. 24