Full text: Pfarrgeschichte der katholischen Pfarrei St. Eligius Saarbrücken-Burbach

3. Die Franz. Revolution. 
Unter den Arbeitern, die Ende des 18. Jahrh. und vor allem 
während der franz. Revolution aus Lothringen nach Burbach 
übersiedeln, sind die ersten Katholiken, die sich als solche wieder 
bei einer Konfessionsstatistik melden. In der Grasschaft hatten 
die Katholiken schon seit 1080 eine kathol. Kirche in St. Johann. 
und seit dem Frieden von Ryswick 1097, Religionsduldung, die 
die Französische Revolutionsgesetzgebung zu einer paritätischen 
Behandlung erweiterte. Ihr Pfarrer Franz Gerardin von St. 
Johann konnte darum in der Ortsübersicht über seine ungeheuer 
große Kantonal-Pfarrei für Burbach schon 11 kathol. Kommuni- 
kanten buchen. Wegen der geringen gahl der Katholiken in 
Burbach und Malstatt war aber bei der neuen Pfarr- und 
Diözesaneinteilung der Jahre 180007 an eine Wiedererrichtung 
der Malstatter Kirche nicht zu denken. 
4. Im Neunzehnten Jahrhundert. 
erfolgte, wie wir oben sahen, die ständige Zunahme der Bevölke— 
rung und der Katholiken. Bei der Visitation der neuen preußischen 
Diözese Trier durch Bischof von Hommer zählt Pfarrer 3. P. 
Badem-St. Johann aus Burbach auf: 33 kath. Familien, mit 107 
Seelen und 68 Kommunikanten, neben 230 Protestanten. Diese 
besuchten die Kirche in St. Johann, wo neben dem Pfarrer bis 
1845 ein Vikar, und von 1845 3wei Kapläne angestellt waren 
Pastor Feilen 18351853 besuchte auf einem Esel reitend die 
Filialen. Unter Pastor Printz, 1883—1865, erfolgte die An— 
stellung eines dritten Kaplans, da die ganze Pfarrei schon 8000 
Kaltholiken umfaßte. Nun kam die Zeit der Gebietsabtrennungen 
und der Errichtung neuer Pfarreien, Dudweiler 18605, Sulzbach 
18608, die Einrichtung eines Notgottesdienstes in Gersweiler 
1865, wohin die Burbacher wegen der näheren Weges vielfach 
gingen — eine Ponte führte über die Saar — und endlich die 
Abfrennung der Pfarreien Saarbrücken und Malstatt-Burbach. 
II. Die Errichtung der Pfarrei St. Eligius 
l.Der Kirchenbau,St. Eligius“. 
Das Angesicht der Ortschaft Burbach hatte sich um 1850 
bis 18600 gegen früher ganz verändert. Wo vorher wenige Acker 
bautreibende gewohnt hatten. wohnten jetzt Tausende von Ar—
	        
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