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Zeitung zur Unterhaltung und Belehrung für Berglente.
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Erscheint jeden Dienstag, Donner sstag und Samstag, Befstellungen nehmen die Erpedition in St. Johann a. S.,
alle Postanstalten, sowie auf den hiefigen Gruben und den benachbarten Ortschaften die besonderen Boten entgegen.
Preis für das Vierteljahr bei der Expedition 30 Pfg., durch die Pofstanstalten oder durch die besonderen Boten bezogen 40 Pfg.
Der Abonnementspreis ist im Laufe des ersten Monats zu berichtigen.
bezw. 149, der Karlsruher 147, der Dortmunder 142, der
Aachener 142, der Mülhausener 189, der Straßburger 131,
der Mülheimer (Ruhr) 128, der Offenbacher 128, der Pots—
damer 125, der Dortmunder 120, der Magdeburger 118, der
Erfurter 117, der Bremer 112 und der Gothaer 109; ins—
gesamt waren 2468 Sänger zugegen. Die Festhalle um—
faßt 6000 Personen.
Das Preizslied von, Professor Reinhold Becker für
den Gesangswettstreit komponiert, lautet im Text:
Der Choral von Leuthen.
Gesiegt hat Friedrichs kleine Schar. Rasch über Berg und Thal
Von dannen zog das Kaiserheer im Abendsonnenstrahl;
Die Preußen steh'n auf Leuthens Feld, das heiß noch von der Schlacht:
Des Tages Schreckenswerke rings umschleiert mild die Nacht.
Doch dunkel ist's hier unten nur, am Himmel Licht an Licht.
Die gold'nen Sterne zieh'n herauf, wie Sand am Meer so dicht;
Sie strahlen so besonders heut', so festlich hehr iht Lauf,
Es ist, als wollten sagen sie: Ihr Sieger, blicket auf!
Und nicht umsonst. Der Preuße fühlt's; es war ein großer Tag
Drum still im ganzen Lager ist's, nicht Jubel noch Gelag,
So still, so ernst die Krieger all' kein Lachen und kein Spott. —
Auf einmal tönt es durch die Nacht: „Nun danket alle Gott!“
Der Alte, dem's mit Macht entquoll, singt's fort; doch nicht allein
Kam'raden um ihn her im Kreis, gleich stimmen sie mit ein
Die Nachbarn treten zu, es wächst lawinengleich der Chor,
Und voller, immer voller steigt der Lobgesang empor.
Und stärker noch, und lauter noch, es schwillt der Strom zum Meer
Am Ende wie aus einem Mund singt rings das ganze Heer;
Im Echo donnernd wiederhallt's das aufgeweckte Thal,
Wie hundert Orgeln braust hinan zum Himmel der Choral.
Das Preisgericht hat am Samstag wie folgt entschieden:
Es erhielten den ersten Preis der Köhner Männer—
Gesangverein, den zweiten Gesangverein Concordia-
Essen, den dritten die Aachener Concordia, den vierten der
Berliner Lehrer-Gesangverein, den fünften der Bremer
Lehrer⸗Gesangverein, den sechsten der Fannoversche
Männergesangvberein, den siebenten Liederhalle Karl sruhe,
den achten der Männergesangverein Essen. Die erst⸗
genannten sechs Vereine sangen nachmittags 3 Uhr im engeren
Wettbewerb um den Kaiserpreis. Am Samstag Nachmittae
5 Uhr wurde die eigentliche Preisverteilung in der
Festhalle durch den Kaiser und die Kaiserin vor—
Jenommen. Der Kaiserwanderpreis wurde dem
Personalveränderungen im Oberbergamtsbezirk Halle.
Ohme, Bergrevierbüreauassistent in Watten—
schaidt, vom 1. Juni 1899 ab als Schichtmeister der Berg—
inspettion Staßfurt angestellt.
Versonalveräudernngen im Oberbergamtsbezirk
Clausthal.
Der Oberbergamtskanzlisten Stolze zu Clausthal ist der
Titel Oberbergamtskanzlei-Sekretär verliehen.
* Wettstreit deutscher Münnergesangvereine in Kassel.
Das Kaiserpaar ist am Donnerstag
Nachmittag mittels Sonderzuges in Cassel ein—
getroffen und von der Bevölkerung mit Jubel begrüßi worden.
Das Kaifserpaar fuhr abends 8 Uhr in der Festhalle
vor und wurde am Aufgange zur Loge von den Mugliedern des
Festkomitees und 20 Ehrenjungfrauen begrüßt. Mit efiner
poetischen Ansprache wurde der Kaiserin ein Blumenstrauß
überreicht. Beim Eintritt der Majestäten in die Loge wurde
vom Publikum die Nationalhymne stehend gesungen. Hieraus
nahm das Begrüßungskonzert des hessischen Sänger—
bundes den programmmäßigen Verlauf. Das Orchester hatte
die Hoftheaterkapelle gestellt. Der Begrüßungsabend klang daus
mit Wagners Kaisermarsch, dem begeisterte Hochrufe auf die
Majestäten folgten. Am, Freitag war das Kaiserpaar zum
ersten Preisstngen mit Gefolge pünktlich zur Stelle. Die
Kaiserin trug ein modefarbenes Kleid. Der Kaiser verfolgte
volle zwei Stunden stehend die Gesänge mit größter Aufmerk—
samkeit und lebhaftem Beifall. In den Pausen führte er eine
angeregte Unterhaltung mit den Preisrichtern. Zu dem Ge—
sangwettstreit hat der Hannover'sche Gesangverein 282 Sänger
angemeldet. der Berliner 215. der Köhner 203, der Essener 192