Full text: Der Bergmannsfreund (3)

III. Jahrgang. Saarbrüden, 
Nr. 22. 8n G X gma 17 den 30. Mai 1873. 
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Wochenblatt zur Unterhaltung und Belehrung für Vergleute. 
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Erscheint jeden Freitag. Bestellungen nehmen die Expedition in Saarbrüden, alle Postanstalten, sowie auf den hiesigen Gruben und 
den benachbarten Ortschaften die besonderen Boten entgegen. 
Kreis für das Vierteljahr bei der Expedition 3 Sgr., durch die Postanstalten oder durch die besondern Boten bezogen 4 Sgr. 
Der Abonnementspreis ist im Laufe des ersten Monats zu berichtigen. 
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Amtliches. 
Vom 1. Juni ab ist der Sekretär Olbrich von der Berg—⸗ 
inspektion Sulzbach-Altenwald an die Bergwerks-Direction zu 
Saarbrücken versetzt und an dessen Stelle der Büreau⸗Assistent 
Wittwer, bisher bei der Berginspektion zu Erfurt (Probinz 
Sachsen) zum Inspektions-Sekretär bei der Berginspektion 
Sulzbach-Altenwald ernannt. 
Fördern wir nicht mühsam aus dem Flötze 
Die auf der Erde allmächtigen Schätze. 
Heiter dabei ist des Bergmanns Gesicht. 
Vergnügt'u. s. w. 
Wo schlüg' der Krieger seine Schlacht, 
Schafft ihm nicht der Bergmann die eherne Macht? 
Glänzten wohl fürstliche Sitze und Wände 
Goldig so, gäb es nicht Bergmanns Hände. 
Heiter stets macht es des Bergmanns Gesicht, 
Vergnügt nimmt u. s. w. 
Preis des Bergmannslebens. 
Glückauf! Glückauf! Kameraden all! 
Bei Trommeln, Trompeten und Hörnerschall. 
Preiset das fröhliche Bergmannsleben, 
Jubelt! Es kann kein vergnügteres geben! 
Heiter ist immer des Bergmauns Gefsicht. 
Vergnügt nimmt er sein Grubenlicht, 
Vergnügt fährt er damit zur Schicht, 
Vergnügt vollbringt er seine Pflichi. 
Stoßt mit an! Mann für Mann, 
Wer die Keilhau' schwingen kann! 
Wer gäb den Pflug dem Ackersmann, 
Wer böt uns, was alle wir brauchen, an, 
Grübe auf uunterirdischen Reisen 
Viel nicht der Berginann Steinkohle und Eisen. 
Heiter drum wohl ist Bergmanns Gesicht, 
Veranügt nimmt u. s. w. 
Drum blühe stets der Bergmannsstand, 
Hoch blüh' er für König und Vaterland! 
Preiset, Kameraden, das Bergmannsleben 
Jubelt, es kann nie ein besseres geben! 
Heiter ist immer des Bergmanns Gesicht, 
Vergnügt nimmt er sein Grubenlicht, 
Vergnügt fährt er damit zur Schicht, 
Vergnügt vollbringt er seine Pflicht! 
Stoßt mit an! Mann für Mann, 
Wer die Keilhau' schwingen kann! 
Ob Wetter brausen im tiefen Schacht, 
Den Bergmann erschreckt nicht die grausige Nacht. 
Muthig auf seines Berufes Wegen 
Geht er getrost den Gefahren entgegen. 
Muthig ist immer des Bergmanns Gesicht, 
Veranuͤgt nimmt er u. s. w. 
Ein keusches Liebchen an der Brust, 
Das ist wohl des Bergmanns herzinnigste Lust! 
Treu muß ihm's Liebchen das Herz bewahren, 
Muthig besteht er dann alle Gefahren. 
Froh ist dani immer des Bergmanns Gesicht, 
Vergnügt nimmt u. s. w. 
Saarbrücker Knappschafts⸗Verein. 
Das Knappschafts-Statut vom 26. Zuli 1872. XII. 
Führt er dann einst die Brant nach Haus, 
Und macht sich ein zärtliches Weibchen daraus, 
Jubelnd, ihn dann seine Buben umspringen, 
Lernen schou früh manches Lied von ihm singen 
Heiter ist stets dann des Bergmanns Gesicht 
Verqnügt nimmt u. s. w 
Anknüpfend an die in der Nr. 11 dieses Blattes ge— 
gebenen Erläuterungen über die Beitrags-Festsetzungen des 
neuen Statuts, wenden wir uns jetzt den aus denselben zu 
bestreitenden besondern Leistungen zu. 
Dieselben sind einmalige, beziehungsweise vorübergehende, 
in der Form von: Krankengeld, Kurkoften, Sterbegeld, außer— 
ordentlichen Unterstützungen; 
dauernde: in der Gewährung von Invaliden-, Wittwen⸗ 
und Waisen-Pensionen; 
endlich außerordentliche, zwischen den vorbezeich— 
neten in der Mitte stehende Leistungen: in der Uebernahme 
der Kosten des Schulunterrichts. 
Leider ist es in dem neuen Statut nicht gelungen, den 
Aufgaben des Vereins eine Beschränkung aufzuerlegen. wie 
solche in der Folge unvermeidlich eintreten muß 
Mit Gott für König und Vaterland 
Rührt rüstig der Bergmann die fleißige Hand. 
In des Gebirges verborgensten Schlünden 
Weiß er die blintenden Erze zu finden. 
Heiter dabei ist des Bergmanus Gesicht, 
Vergnügt nimmt u. s. w 
Wo ist ein Stand, wie unser Stand, 
Noch treuer dem König und Velpht
	        
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